Acrylmalerei für Einsteiger: Farben, Pinsel und Malgründe, schnelles Trocknen nutzen und die ersten Bilder
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Acrylfarben sind ideal für den Einstieg in die Malerei: Sie sind wasserlöslich, riechen kaum, trocknen schnell und lassen sich auf fast allen Untergründen verwenden. Für die ersten Bilder braucht es weder ein Atelier noch teure Ausrüstung.
Die Farben
Studienqualität ist günstiger und reicht für den Anfang, Künstlerqualität hat mehr Pigment und leuchtendere Farben.
Für den Start genügt eine kleine Grundpalette: Titanweiß, ein warmes und ein kaltes Gelb, ein warmes und ein kaltes Rot, Ultramarinblau, ein Cyan- oder Phthaloblau und eine Erdfarbe wie gebrannte Siena. Daraus lassen sich fast alle Farbtöne mischen.
Schwarz sparsam einsetzen; dunkle Töne aus Blau und Braun wirken lebendiger.
Pinsel und Werkzeug
Synthetikpinsel sind für Acryl am besten geeignet. Einige Flachpinsel in verschiedenen Breiten, ein Rundpinsel und ein feiner Pinsel für Details genügen.
Ein Malmesser zum Mischen und für pastose Strukturen.
Eine Palette: Kunststoff, eine Glasplatte oder eine sogenannte Nasspalette, die die Farbe länger feucht hält.
Zwei Wassergläser, eines zum Auswaschen, eines mit sauberem Wasser.
Küchenpapier oder Lappen.
Malgründe
Keilrahmen mit grundierter Leinwand, Malkarton, Malpappe oder spezielles Acrylpapier. Auch Holz lässt sich bemalen, wenn es vorher grundiert wird. Für Übungen sind Malkartons günstig und praktisch.
Mit dem schnellen Trocknen umgehen
Acryl trocknet oft in wenigen Minuten. Das ist Vorteil und Herausforderung zugleich:
Vorteil: Man kann schnell Schicht auf Schicht malen und Fehler einfach übermalen.
Herausforderung: Weiche Übergänge sind schwieriger. Arbeiten Sie zügig, in kleineren Abschnitten, oder verwenden Sie ein Verzögerungsmedium.
Eine Nasspalette, also ein feuchtes Schwammtuch unter Backpapier, hält die Farben stundenlang verarbeitbar.
Ein Sprühfläschchen mit Wasser hilft, die Farbe auf der Palette feucht zu halten.
Einfache Techniken
Lasieren: stark verdünnte, durchscheinende Schichten übereinander malen, für Tiefe und Leuchtkraft.
Pastos: dicke Farbe mit Pinsel oder Malmesser auftragen, sodass Struktur entsteht.
Trockenpinsel: wenig Farbe auf einem fast trockenen Pinsel, um Oberflächen wie Holz oder Gras anzudeuten.
Nass-in-nass: Farben direkt auf der Leinwand ineinander verblenden, solange sie noch feucht sind.
Ein erstes Bild
Beginnen Sie mit einem einfachen Motiv: einem Sonnenuntergang, einem Stillleben mit einer Frucht oder einer Landschaft mit Horizont. Grundieren Sie die Leinwand ruhig farbig, etwa mit einem warmen Ocker, das gibt dem Bild Einheit. Malen Sie zuerst große Flächen, dann die Details.
Pinsel pflegen
Acryl ist im getrockneten Zustand wasserfest. Pinsel daher nie eintrocknen lassen: Während des Malens im Wasser lagern, aber nicht auf den Haaren stehen lassen, und danach gründlich mit lauwarmem Wasser und Seife auswaschen.
Umwelt
Acrylfarbe enthält Kunststoffbindemittel. Gießen Sie stark verschmutztes Waschwasser nicht einfach in den Abfluss, sondern lassen Sie die Farbreste absetzen oder trocknen und entsorgen Sie sie mit dem Restmüll. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune über die richtige Entsorgung von Farbresten.