Brettspiele für Einsteiger: Was der Preis „Spiel des Jahres“ bedeutet und gute Spiele zum Start

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Deutschland gilt als eines der wichtigsten Brettspielländer der Welt. Jedes Jahr erscheinen Hunderte neue Spiele, und die Messe SPIEL in Essen zieht Besucher aus aller Welt an. Für Einsteiger ist die Auswahl überwältigend. Eine gute Orientierung bietet der Kritikerpreis „Spiel des Jahres“. Was ist das Spiel des Jahres? Der Preis wird seit 1979 von einer unabhängigen Jury aus Spielekritikern vergeben. Ausgezeichnet werden Spiele, die sich besonders für Familien und Gelegenheitsspieler eignen: verständliche Regeln, gute Spielidee, ansprechende Gestaltung. Das rote Logo mit dem Pöppel auf der Schachtel ist für viele ein Kaufargument. Daneben gibt es das „Kennerspiel des Jahres“ für etwas anspruchsvollere Spiele und das „Kinderspiel des Jahres“. Die Jury veröffentlicht außerdem jedes Jahr Nominierungs- und Empfehlungslisten, die eine gute Fundgrube sind. Bekannte Preisträger für den Einstieg Catan, früher „Die Siedler von Catan“, Preisträger 1995: Rohstoffe sammeln, handeln und bauen. Das Spiel hat den modernen Brettspielboom mit ausgelöst. Carcassonne, 2001: Landschaftsplättchen legen und Städte, Straßen und Klöster bauen. Schnell erklärt und auch zu zweit gut. Zug um Zug, 2004: Eisenbahnstrecken quer durch eine Landkarte bauen. Ideal für Familienabende. Dixit, 2010: Mit fantasievollen Bildkarten Geschichten andeuten und erraten. Wunderbar für große, gemischte Gruppen. Codenames, 2016: Teams versuchen, mit einem einzigen Hinweiswort ihre Begriffe zu finden. Perfekt für Partys. Azul, 2018: Farbige Fliesen auswählen und kunstvoll eine Wand gestalten. Schöne Optik, einfache Regeln, viel Taktik. Wie wähle ich das richtige Spiel? Spieleranzahl: Auf der Schachtel steht die mögliche Spielerzahl, aber nicht jedes Spiel ist mit jeder Anzahl gleich gut. Rezensionen sagen oft, wofür es sich am besten eignet. Spieldauer: Für den Anfang sind Spiele mit 30 bis 60 Minuten ideal. Altersangabe: Sie bezieht sich eher auf die Komplexität der Regeln als auf den Inhalt. Gruppe: Wer gern verhandelt, mag Catan. Wer lieber ruhig grübelt, mag Azul. Wer lacht und rät, mag Dixit oder Codenames. Wer nicht gegeneinander spielen möchte, sollte kooperative Spiele ausprobieren, bei denen alle gemeinsam gewinnen oder verlieren. Ausprobieren, bevor man kauft Viele Städte haben Spielecafés, Spieletreffs oder Bibliotheken mit Spieleverleih. Auch auf Messen und bei lokalen Spieleabenden kann man Spiele testen und sich die Regeln erklären lassen. Was war dein erstes modernes Brettspiel? Empfiehl uns dein Lieblingsspiel in den Kommentaren.

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