Fixkosten senken in Deutschland: Handyvertrag, Strom und Gas, Versicherungen, Abos und der Kündigungsbutton

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Wer Geld sparen will, denkt oft zuerst an den Wocheneinkauf. Viel mehr bringt es aber meist, einmal die Fixkosten durchzugehen: die Beträge, die jeden Monat automatisch abgebucht werden. Einmal geändert, spart man jeden Monat aufs Neue, ohne auf etwas zu verzichten. Schritt 1: Alles auflisten Kontoauszüge der letzten drei Monate durchgehen und alle wiederkehrenden Abbuchungen notieren: Miete und Nebenkosten, Strom, Gas, Internet, Handy, Versicherungen, Streamingdienste, Fitnessstudio, Zeitschriften, App-Abos, Mitgliedschaften. Viele Banking-Apps zeigen Daueraufträge und Lastschriften übersichtlich an. Handy und Internet Viele zahlen für Tarife mit viel mehr Datenvolumen, als sie verbrauchen. Datenverbrauch der letzten Monate im Handy nachschauen und einen passenden Tarif wählen. Tarife von Discountern und Zweitmarken, die die Netze der großen Anbieter nutzen, sind oft deutlich günstiger. Laufzeitverträge: Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kann man Verträge in der Regel monatlich kündigen. Wer noch im alten, teuren Tarif steckt, verschenkt Geld. Beim Internet lohnt der Vergleich ebenfalls; oft gibt es für Neukunden deutlich bessere Konditionen. Strom und Gas Wer noch in der Grundversorgung seines örtlichen Versorgers ist, zahlt häufig mehr als nötig. Ein Wechsel über ein Vergleichsportal dauert wenige Minuten; der neue Anbieter kündigt meist den alten. Achte auf eine kurze Vertragslaufzeit und eine Preisgarantie und verlasse dich nicht nur auf einmalige Boni. Abschlag prüfen: Ein zu hoher monatlicher Abschlag ist zwar kein Verlust, bindet aber Geld; ein zu niedriger führt zu einer Nachzahlung. Verbrauch senken: Heizung um ein Grad herunterdrehen, Stoßlüften statt Kipplüften, Standby-Geräte über eine schaltbare Steckdosenleiste vom Netz nehmen. Versicherungen Wichtig sind vor allem: private Haftpflichtversicherung (für fast alle sinnvoll, meist günstig), bei Bedarf Berufsunfähigkeitsversicherung und für Autobesitzer die Kfz-Versicherung. Oft überflüssig: doppelte Absicherungen, Handy- oder Brillenversicherungen, Restschuldversicherungen und Zusatzversicherungen, die man beim Kauf „mitgenommen“ hat. Kfz-Versicherung: Viele vergleichen im Herbst, weil sich die meisten Verträge zum Jahresende kündigen lassen. Verbraucherzentralen beraten unabhängig zu Versicherungen und Verträgen. Abos und der Kündigungsbutton Streaming, Musik, Zeitschriften, Apps: Einzeln wirken sie günstig, zusammen summieren sie sich. Behalte nur, was du im letzten Monat wirklich genutzt hast, und abonniere Streamingdienste im Wechsel statt alle gleichzeitig. Seit 2022 müssen Anbieter, die Verträge online abschließen lassen, auch einen gut sichtbaren Kündigungsbutton auf ihrer Website anbieten. Kündigen geht damit genauso einfach wie abschließen. Fitnessstudio: Wer seit Monaten nicht dort war, sollte ehrlich rechnen. Konto und Kredite Girokonto: Kontoführungsgebühren und Kartenkosten vergleichen; es gibt weiterhin günstige oder kostenlose Konten. Dispokredit: Die Zinsen sind sehr hoch. Wer dauerhaft im Minus ist, sollte über einen günstigeren Ratenkredit oder eine Schuldnerberatung nachdenken. Schuldnerberatungen von Wohlfahrtsverbänden und Verbraucherzentralen helfen oft kostenlos. Das Gesparte sichern Richte für den gesparten Betrag gleich einen Dauerauftrag auf ein Tagesgeldkonto oder einen Sparplan ein, am besten direkt nach dem Gehaltseingang. Sonst verschwindet das Ersparte unbemerkt in anderen Ausgaben. Einmal im Jahr prüfen Ein fester Termin, etwa im Januar, für den Fixkosten-Check reicht: Tarife, Preise und eigene Bedürfnisse ändern sich, und Anbieter erhöhen Preise oft stillschweigend.

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