Puzzeln für Einsteiger: die richtige Teilezahl, Motive mit System, Rand zuerst, die Puzzlematte und wie man ein fertiges Puzzle klebt
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Puzzeln ist in Deutschland ein Klassiker: Fast in jedem Haushalt liegt irgendwo ein 1000-Teile-Puzzle, und spätestens in den Wintermonaten oder im Urlaub wird wieder ein Tisch dafür freigeräumt. Wer neu einsteigt oder nach Jahren wieder anfängt, kommt mit ein paar einfachen Regeln deutlich schneller ans Ziel und hat mehr Spaß dabei.
Die richtige Teilezahl
500 Teile: ideal für den Einstieg oder einen gemütlichen Abend. Das fertige Bild ist meist etwa 50 × 35 cm groß.
1000 Teile: das Standardformat, meist etwa 70 × 50 cm. Rechnen Sie mit mehreren Abenden.
1500 bis 3000 Teile und mehr: brauchen einen Tisch, der über Tage oder Wochen belegt bleiben kann.
Für Kinder gibt es Altersangaben auf der Schachtel. Kleine Teile gehören nicht in die Hände von Kleinkindern.
Das Motiv entscheidet über den Schwierigkeitsgrad
Gut für den Anfang: Motive mit vielen unterschiedlichen Farben und Details, zum Beispiel Städte, Märkte, Wimmelbilder oder Landkarten.
Schwierig: große einfarbige Flächen wie Himmel, Wasser, Schnee oder ein schwarzer Hintergrund.
Wimmelbilder sind auch für Familien beliebt: Jeder kann sich eine Ecke vornehmen.
Auch die Qualität spielt eine Rolle: Bei gut gestanzten Puzzles sitzen die Teile fest und sind leicht zu unterscheiden, bei billigen fallen sie leichter wieder auseinander.
So gehen Sie vor
Drehen Sie zuerst alle Teile mit dem Bild nach oben.
Sortieren Sie die Randteile heraus. Die vier Eckteile haben zwei gerade Kanten.
Legen Sie den Rahmen. Danach wissen Sie, wie groß das Bild wird.
Sortieren Sie die übrigen Teile nach Farben oder Bildbereichen in Schalen oder Schachteldeckel.
Beginnen Sie mit den markantesten Stellen: Schrift, Gesichter, Gebäude, klare Linien.
Bei einfarbigen Flächen hilft es, nach Form zu sortieren: Zählen Sie Nasen und Löcher an jedem Teil.
Pausen helfen: Wer nach einer halben Stunde nichts mehr findet, sieht nach einer Pause oft sofort drei passende Teile.
Der richtige Platz
Gutes Licht ist das Wichtigste, am besten Tageslicht oder eine helle, neutralweiße Lampe. Bei warmem Licht sind Farben schwer zu unterscheiden.
Wenn der Esstisch gebraucht wird: Eine Puzzlematte zum Aufrollen oder eine große Holzplatte lässt sich samt Puzzle beiseiteräumen.
Haustiere sind ein unterschätztes Risiko: Katzen lieben Puzzleteile.
Wenn ein Teil fehlt
Erst gründlich suchen: unter dem Tisch, in der Schachtel, im Staubsaugerbeutel, zwischen Sofakissen.
Einige Hersteller bieten einen Ersatzteilservice an. Halten Sie dafür die Artikelnummer von der Schachtel bereit und schauen Sie auf der Website des Herstellers nach.
Kleben und aufhängen
Wer ein Puzzle behalten möchte, kann es kleben:
Puzzlekleber wird mit einem Schwämmchen oder Spachtel dünn auf die Vorderseite aufgetragen. Zu viel Kleber kann den Karton wellen.
Alternativ gibt es Klebefolien für die Rückseite, die den Glanz des Bildes nicht verändern.
Flach und ohne Gewicht trocknen lassen und die Angaben des Herstellers beachten.
Messen Sie das fertige Puzzle vor dem Rahmenkauf selbst nach. Die Angabe auf der Schachtel kann um einige Millimeter abweichen.
Puzzeln als Hobby
Puzzles lassen sich gut tauschen: In Tauschgruppen, auf Flohmärkten und in manchen Büchereien bekommt man immer wieder neue Motive, ohne ständig zu kaufen.
Es gibt auch Speed-Puzzle-Wettbewerbe, allein, zu zweit oder im Team, bis hin zu einer Weltmeisterschaft.
Und für alle, die einfach abschalten wollen: Puzzeln braucht keinen Bildschirm, keine Uhr und kein Ziel außer dem letzten Teil.