Bullet Journal und Tagebuch schreiben: das Grundsystem, Ideen für die ersten Seiten und wie man dranbleibt
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Ob klassisches Tagebuch, Dankbarkeitstagebuch oder Bullet Journal: Schreiben hilft vielen Menschen, Gedanken zu ordnen, Ziele im Blick zu behalten und den Kopf freizubekommen. Man braucht nur ein Notizbuch und einen Stift.
Das Bullet Journal
Das Bullet Journal wurde von dem Designer Ryder Carroll entwickelt. Es verbindet Kalender, Aufgabenliste und Tagebuch in einem einzigen Notizbuch. Die Grundbausteine:
Index: ein Inhaltsverzeichnis auf den ersten Seiten, damit man Einträge wiederfindet.
Zukunftsprotokoll: ein Überblick über die kommenden Monate mit Terminen und Vorhaben.
Monatsprotokoll: ein Kalender für den Monat und eine Liste der Aufgaben.
Tagesprotokoll: kurze Einträge für jeden Tag.
Die Kurzschrift
Statt langer Sätze verwendet das Bullet Journal einfache Zeichen:
Ein Punkt für eine Aufgabe.
Ein Kreis für einen Termin oder ein Ereignis.
Ein Strich für eine Notiz.
Erledigte Aufgaben werden mit einem Kreuz markiert; Aufgaben, die man auf später verschiebt, mit einem Pfeil.
Am Monatsende überträgt man offene Aufgaben in den neuen Monat oder streicht sie bewusst. Dieser Schritt hilft, Unwichtiges loszulassen.
Ideen für die ersten Seiten
Ein Habit Tracker, zum Beispiel für Wasser trinken, lesen, Bewegung oder Schlaf.
Eine Leseliste oder eine Liste von Filmen und Serien.
Ein Jahresrückblick oder eine Liste von Zielen für das Jahr.
Eine Seite für Dankbarkeit: drei Dinge, für die man heute dankbar ist.
Ein Haushaltsbuch oder ein Sparziel.
Klassisches Tagebuch
Wer lieber freier schreibt, findet in diesen Fragen Anregungen:
Was hat mich heute beschäftigt?
Worüber habe ich mich gefreut, was hat mich geärgert?
Was habe ich heute gelernt?
Was möchte ich morgen anders machen?
Beim freien Schreiben stellt man sich einen Timer auf zehn Minuten und schreibt ohne Pause, ohne zu korrigieren. Das hilft besonders an Tagen, an denen der Kopf voll ist.
Das richtige Material
Notizbücher mit Punktraster sind bei Bullet Journals beliebt, weil sie Linien und Tabellen erleichtern, ohne einzuengen.
Ein Stift, der nicht durchdrückt.
Wer gestalten möchte, nimmt Farben, Sticker oder Washi-Tape, aber das ist kein Muss.
Dranbleiben
Einen festen Zeitpunkt wählen, etwa morgens beim Kaffee oder abends vor dem Schlafen.
Klein anfangen: drei Sätze pro Tag sind besser als gar nichts.
Das Journal sichtbar liegen lassen.
Wenn man einige Tage auslässt, einfach weitermachen, ohne nachzuholen.
Sich nicht von perfekt gestalteten Journals in sozialen Netzwerken unter Druck setzen lassen. Ein schlichtes Journal, das man wirklich nutzt, ist mehr wert als ein schönes, das man nicht anfasst.
Ein Tagebuch kann gut für die Seele sein, ersetzt aber keine Hilfe. Wer sich über längere Zeit niedergeschlagen oder überfordert fühlt, sollte mit Vertrauten sprechen und sich professionelle Unterstützung holen.