Koreanisch lernen: Hangul in einer Woche lesen und die ersten Schritte danach

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Koreanisch gilt für Deutschsprachige als schwere Sprache, aber der Einstieg ist überraschend leicht. Das liegt am Hangul, dem koreanischen Alphabet: wenige Buchstaben, logisch aufgebaut und in wenigen Tagen lernbar. Danach kannst du Wörter lesen, Liedtexte mitlesen und Schilder entziffern. Ein Alphabet mit System Hangul wurde im 15. Jahrhundert unter König Sejong dem Großen entwickelt und 1446 veröffentlicht. Ziel war, dass auch einfache Menschen lesen und schreiben lernen konnten. Die Formen vieler Konsonanten bilden die Stellung von Zunge und Lippen beim Sprechen nach. Die Grundbuchstaben Es gibt 14 Grundkonsonanten und 10 Grundvokale, dazu Doppelkonsonanten und zusammengesetzte Vokale. Konsonanten: ㄱ (g/k), ㄴ (n), ㄷ (d/t), ㄹ (r/l), ㅁ (m), ㅂ (b/p), ㅅ (s), ㅇ (am Silbenanfang stumm, am Ende „ng“), ㅈ (dsch), ㅊ (tsch, behaucht), ㅋ (k, behaucht), ㅌ (t, behaucht), ㅍ (p, behaucht), ㅎ (h). Vokale: ㅏ (a), ㅑ (ja), ㅓ (offenes o), ㅕ (jo, offen), ㅗ (o), ㅛ (jo), ㅜ (u), ㅠ (ju), ㅡ (ein ungerundetes u, ähnlich einem dumpfen ü ohne Lippenrundung), ㅣ (i). Die Unterschiede zwischen normalen, behauchten und gespannten Konsonanten, etwa ㄱ, ㅋ und ㄲ, gibt es im Deutschen so nicht. Am besten lernst du sie mit Audioaufnahmen von Muttersprachlern. Wie Silben gebaut werden Die Buchstaben stehen nicht nebeneinander, sondern werden zu Silbenblöcken zusammengesetzt. Jede Silbe beginnt mit einem Konsonanten. Beginnt sie mit einem Vokal, steht das stumme ㅇ davor: 아 liest man „a“. Senkrechte Vokale stehen rechts vom Konsonanten, wie in 가 (ga); waagerechte darunter, wie in 고 (go). Unten kann ein Schlusskonsonant stehen, das Batchim: 각 (gak), 한 (han). So setzt sich 한국 (Hanguk, Korea) aus 한 = ㅎ + ㅏ + ㄴ und 국 = ㄱ + ㅜ + ㄱ zusammen. Plan für die erste Woche Tag 1 und 2: die Grundvokale, geübt mit ㅇ: 아, 어, 오, 우, 으, 이. Tag 3 und 4: die Grundkonsonanten und einfache Silben ohne Batchim: 가, 나, 다, 라, 마. Tag 5: Silben mit Schlusskonsonant. Tag 6 und 7: echte Wörter lesen: Namen von K-Pop-Gruppen, Gerichte wie 김치 (Kimchi) oder 비빔밥 (Bibimbap), Schilder auf Fotos aus Seoul. Schreib die Buchstaben mit der Hand. Das hilft enorm beim Merken. Danach Satzbau: Das Verb steht am Ende. „Ich esse Reis“ heißt 저는 밥을 먹어요, wörtlich „ich Reis esse“. Partikeln zeigen die Rolle der Wörter: 은/는 markiert das Thema, 이/가 das Subjekt, 을/를 das Objekt. Höflichkeit: Die Verbendung ändert sich je nach Situation. Beginne mit der höflichen Form auf 요, die fast überall passt. Für ein Ziel bietet sich der TOPIK an, die offizielle Koreanischprüfung, die mehrmals im Jahr auch in Deutschland angeboten wird. Daneben haben einige Hochschulen und Volkshochschulen Koreanischkurse, und das Koreanische Kulturzentrum bietet ebenfalls Kurse und Veranstaltungen an. Typische Fehler Zu lange auf Umschrift verlassen. Gleich am ersten Tag mit Grammatik anfangen, bevor man flüssig liest. Nur lesen, nie hören und laut sprechen. Warum lernst du Koreanisch? Teile deine Lieblingsmaterialien in den Kommentaren.

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