Origami für Einsteiger: das richtige Papier, Grundfaltungen, Faltdiagramme lesen und der Kranich als erstes Projekt

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Mit einem quadratischen Blatt Papier lassen sich Tiere, Blumen, Schachteln und erstaunliche geometrische Formen falten, ganz ohne Schere und Kleber. Origami ist ein ruhiges, günstiges Hobby, das Konzentration und Geduld fördert und sich gut mit Kindern teilen lässt. Das richtige Papier Origamipapier aus dem Bastelladen ist quadratisch, dünn und hält Falten gut. Für den Anfang ist das Format 15 mal 15 Zentimeter ideal. Aus einem DIN-A4-Blatt wird ein Quadrat, indem man eine Ecke diagonal auf die gegenüberliegende Kante faltet und den überstehenden Streifen abschneidet. Kopierpapier geht für einfache Modelle, ist aber für komplexere Faltungen oft zu dick. Für sehr filigrane Modelle gibt es besonders dünnes Papier. Grundfaltungen Talfalte: Das Papier wird zu sich hin gefaltet, die Falte bildet ein Tal. Bergfalte: Das Gegenteil, die Falte zeigt nach oben wie ein Bergrücken. Vorfalten: Eine Falte machen und wieder öffnen, um eine Linie vorzubereiten. Gegenbruch und Umlegen: Techniken, um einen Teil des Papiers nach innen oder außen zu wenden. Grundformen wie die Quadratgrundform und die Vogelgrundform sind der Ausgangspunkt für viele Modelle. Tipp: Falten mit dem Fingernagel oder einem Falzbein scharf nachziehen. Saubere Falten machen das Ergebnis viel schöner. Faltdiagramme lesen Origami-Anleitungen verwenden weltweit ähnliche Symbole: Gestrichelte Linie: Talfalte. Strichpunktlinie: Bergfalte. Pfeile zeigen, in welche Richtung gefaltet wird. Ein Pfeil mit Schleife bedeutet: Papier umdrehen. Werfen Sie immer einen Blick auf das nächste Bild, um zu sehen, wie das Ergebnis aussehen soll. Der Kranich Der Kranich ist das bekannteste Origamimodell. In Japan gilt er als Glückssymbol: Wer tausend Kraniche faltet, dem soll ein Wunsch erfüllt werden. 1. Das Quadrat mit der farbigen Seite nach unten legen. Beide Diagonalen und beide Mittellinien vorfalten. 2. Zur Quadratgrundform zusammenlegen, die offene Spitze zeigt nach unten. 3. Die unteren Kanten der oberen Lage zur Mittellinie falten, das obere Dreieck nach unten falten und alles wieder öffnen. 4. Die obere Lage entlang der Vorfalten nach oben aufziehen und flach drücken. Wenden und wiederholen: Das ist die Vogelgrundform. 5. Die unteren Kanten beider Seiten zur Mitte falten, sodass zwei schmale Spitzen entstehen. 6. Beide Spitzen mit einem Innenumlegen nach oben klappen: Hals und Schwanz. 7. An einer Spitze einen kleinen Kopf nach unten umlegen. 8. Die Flügel vorsichtig nach außen ziehen. Der erste Kranich wird selten perfekt. Nach ein paar Versuchen geht es schnell und sauber. Weitere einfache Modelle Papierschiff, Himmel und Hölle, Springfrosch, Schachtel, Seerose und Stern. Viele davon kennen Kinder aus der Grundschule. Gemeinschaft In vielen Städten gibt es Origamigruppen, Kurse an Volkshochschulen und Ausstellungen. Dort lernt man neue Modelle und Tricks und tauscht Papier und Anleitungen aus.

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