Im Chor singen: einen Chor finden ohne Notenkenntnisse, die erste Probe, Stimmlagen und wie man die Stimme pflegt
TUREFF• •0
Deutschland ist ein Land der Chöre: Kirchenchöre, Gospelchöre, Pop- und Jazzchöre, Männer- und Frauenchöre, Kinder- und Seniorenchöre. Wer gern singt, aber nicht allein auf einer Bühne stehen möchte, findet in einem Chor eine wunderbare Gemeinschaft. Und man muss kein Profi sein, um mitzusingen.
Den passenden Chor finden
Überlegen Sie, welche Musik Sie mögen: klassische Chorwerke, Kirchenmusik, Pop, Gospel, Volkslieder oder Musical.
Viele Chöre sind über Vereine, Kirchengemeinden, Musikschulen und Volkshochschulen organisiert. Auch die Chorverbände listen Chöre in Ihrer Region.
Einige Chöre veranstalten ein Vorsingen, viele nehmen aber neue Sängerinnen und Sänger ohne Prüfung auf.
Fragen Sie nach Probezeiten, Mitgliedsbeitrag und wie oft Auftritte stattfinden.
Muss man Noten lesen können
Nein, in vielen Laienchören nicht. Viele lernen die Stimmen nach Gehör, mit Hilfe von Übungsaufnahmen, die der Chor zur Verfügung stellt. Mit der Zeit lernt man oft ganz nebenbei, die Noten zu verfolgen. Sagen Sie dem Chorleiter einfach, dass Sie noch keine Noten lesen.
Die Stimmlagen
Im klassischen gemischten Chor gibt es vier Stimmen:
Sopran: die hohe Frauenstimme.
Alt: die tiefere Frauenstimme.
Tenor: die hohe Männerstimme.
Bass: die tiefe Männerstimme.
Die Chorleitung hilft Ihnen, die passende Stimmlage zu finden. Wichtig ist, wo Ihre Stimme sich wohl fühlt, nicht, wie hoch Sie gerade noch kommen.
Die erste Probe
Proben beginnen meist mit einem Einsingen: Lockerungsübungen, Atemübungen und einfache Tonfolgen. Danach werden die Stücke geprobt, oft zuerst einzelne Stimmen, dann alle zusammen.
Setzen Sie sich neben erfahrene Sänger Ihrer Stimmlage, das hilft enorm.
Hören Sie gut zu: Im Chor ist Zuhören genauso wichtig wie Singen.
Nehmen Sie die Übungsaufnahmen mit nach Hause und üben Sie zwischendurch ein wenig.
Gesund singen
Gute Haltung: aufrecht, Schultern locker, Knie nicht durchgedrückt.
Atmen Sie in den Bauch und die Flanken, nicht hoch in die Schultern.
Singen Sie nicht mit Gewalt. Lieber leiser und entspannt als laut und gepresst.
Trinken Sie über den Tag verteilt genug Wasser.
Bei Heiserkeit oder Erkältung schonen Sie die Stimme. Hält Heiserkeit länger als zwei, drei Wochen an, gehört sie zu einem HNO-Arzt oder Phoniater.
Warum Singen guttut
Singen in der Gruppe stärkt das Gemeinschaftsgefühl, wirkt entspannend und macht einfach Freude. Und der Moment, in dem nach Wochen des Übens alle Stimmen zusammen klingen, ist mit kaum etwas zu vergleichen.