Bonsai für Einsteiger in Deutschland: Freiland- oder Zimmerbonsai, robuste Arten, Gießen und der Winterschutz

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Ein Bonsai ist kein besonderer Baum, sondern ein ganz normaler Baum, der in einer Schale gezogen und über Jahre so gestaltet wird, dass er wie ein alter Baum im Kleinformat aussieht. Für Einsteiger ist die wichtigste Frage: drinnen oder draußen? Der häufigste Fehler: der Bonsai auf der Fensterbank Viele Bonsais werden als Geschenk gekauft und auf die Fensterbank gestellt, wo sie nach einigen Monaten eingehen. Die meisten Bäume brauchen den Wechsel der Jahreszeiten, Licht und frische Luft, also einen Platz im Freien. Nur tropische und subtropische Arten eignen sich für die Wohnung, und auch sie brauchen einen sehr hellen Standort. Robuste Arten für draußen Wacholder: ein Klassiker, sehr robust und winterhart. Kiefern: anspruchsvoller in der Gestaltung, aber gut an unser Klima angepasst. Feldahorn und Fächerahorn: schöne Herbstfärbung; der Fächerahorn mag im Sommer Halbschatten. Hainbuche und Buche: einheimische Laubbäume, die sich gut gestalten lassen. Lärche: wirft im Winter ihre Nadeln ab und treibt im Frühjahr zartgrün aus. Einheimische Arten haben den Vorteil, dass sie mit dem Klima gut zurechtkommen. Für die Wohnung Ficus: die häufigste Wahl, verzeiht Fehler und kommt mit Zimmerklima zurecht, braucht aber viel Licht. Chinesische Ulme: kann je nach Herkunft drinnen oder geschützt draußen gehalten werden. Im Winter ist die Luft in geheizten Räumen sehr trocken; eine Schale mit Wasser und Kieseln unter dem Topf erhöht die Luftfeuchtigkeit. Gießen Gießen Sie, wenn die Erdoberfläche anfängt abzutrocknen, nicht nach einem festen Plan. Gründlich gießen, bis Wasser aus den Abzugslöchern läuft. An heißen Sommertagen kann eine kleine Schale einmal oder sogar zweimal täglich Wasser brauchen. Staunässe vermeiden: Die Schale nicht dauerhaft im Wasser stehen lassen. Substrat und Dünger Bonsais wachsen in sehr durchlässigem Substrat, zum Beispiel Akadama, Bims und Lava. Normale Blumenerde verdichtet und lässt die Wurzeln faulen. Gedüngt wird während der Wachstumszeit mit speziellem Bonsaidünger nach Herstellerangabe. Der Winterschutz Freilandbonsais sind zwar winterhart, aber in einer flachen Schale sind die Wurzeln viel ungeschützter als im Boden. Deshalb: Schale im Winter vor starkem Frost schützen, etwa durch Eingraben im Beet, in einer Kiste mit Mulch oder an einem geschützten Platz an der Hauswand. Vor austrocknendem Wind und Wintersonne schützen. Auch im Winter gelegentlich gießen, wenn es lange trocken ist und der Boden nicht gefroren ist. Nicht in die warme Wohnung holen: Das stört die Winterruhe. Schnitt und Gestaltung Pinzieren: neue Triebe einkürzen, damit der Baum feiner verzweigt. Pflegeschnitt: Äste entfernen, die nach innen wachsen, sich kreuzen oder die Silhouette stören. Stärkere Schnitte, Drahten und Umtopfen erfolgen zu bestimmten Zeiten, je nach Art meist im Frühjahr. Informieren Sie sich vorher für Ihre Baumart. Geduld lernen Bonsai ist ein Hobby für Jahre und Jahrzehnte. In vielen Regionen gibt es Bonsai-Vereine und Arbeitskreise, die Workshops und Ausstellungen anbieten. Dort lernt man am meisten und findet oft auch gutes Material aus heimischen Gärtnereien.

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