Alpenveilchen Pflege: richtig gießen, kühler Standort, nach der Blüte und warum die Blätter gelb werden
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„Alpenveilchen Pflege“ wird jedes Jahr ab Oktober häufig gesucht, wenn die Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum) in Gärtnereien und Supermärkten auftauchen. Sie gehören zu den beliebtesten Winterblühern für die Fensterbank. Viele gehen aber schon nach wenigen Wochen ein, und fast immer aus zwei Gründen: zu warm und falsch gegossen.
Der wichtigste Punkt: kühl
1. Alpenveilchen mögen es kühl, ideal sind etwa 12 bis 18 °C. Ein helles Treppenhaus, ein kühles Schlafzimmer oder ein Fenster in einem wenig geheizten Raum sind perfekt.
2. Über einer Heizung oder in einem 22 Grad warmen Wohnzimmer welken die Blüten schnell und die Blätter vergilben.
3. Hell, aber ohne pralle Mittagssonne.
4. Zugluft und große Temperatursprünge vermeiden.
Richtig gießen
1. Die Knolle sitzt oben in der Erde und ist empfindlich. Wasser auf die Knolle oder in die Mitte der Pflanze führt schnell zu Fäulnis.
2. Am besten von unten gießen: Wasser in den Untersetzer oder Übertopf geben, 15 bis 20 Minuten saugen lassen und den Rest wegschütten.
3. Gießen, wenn die Erde an der Oberfläche angetrocknet ist und der Topf sich leichter anfühlt. Während der Blüte ist das etwa ein- bis zweimal pro Woche, je nach Raumtemperatur.
4. Nie im Wasser stehen lassen, aber auch nicht völlig austrocknen lassen. Hängen Blüten und Blätter schlaff herunter, ist die Pflanze zu trocken: sofort von unten gießen, meist erholt sie sich.
5. Zimmerwarmes, möglichst kalkarmes Wasser verwenden.
Düngen
Während der Blüte alle zwei Wochen mit einem Blühpflanzendünger in halber Dosierung.
Verblühtes entfernen
Verwelkte Blüten und gelbe Blätter nicht abschneiden, sondern samt Stiel mit einer leichten Drehbewegung direkt an der Knolle herausziehen. Abgeschnittene Stielreste faulen leicht.
Warum werden die Blätter gelb?
1. Zu warm: der häufigste Grund. Kühler stellen.
2. Zu nass: Blätter werden gelb und weich, die Knolle ist matschig. Weniger gießen, nur von unten.
3. Zu trocken: Blätter erst schlaff, dann gelb und trocken.
4. Nach der Blüte im Frühjahr: normal, die Pflanze geht in die Ruhezeit.
5. Grauer, pelziger Belag: Grauschimmel durch Nässe und zu wenig Luft. Befallene Teile entfernen, trockener halten.
Nach der Blüte: das Alpenveilchen zum zweiten Mal zum Blühen bringen
1. Im Frühjahr, wenn die Blätter vergilben, langsam weniger gießen und nicht mehr düngen.
2. Im Sommer die Pflanze ruhen lassen: kaum gießen, nur so viel, dass die Knolle nicht vertrocknet. Sie kann an einem schattigen, regengeschützten Platz auf Balkon oder Terrasse stehen.
3. Ab August oder September in frische Erde umtopfen, dabei die Knolle nur etwa zur Hälfte bis zu zwei Dritteln in die Erde setzen, die Oberseite bleibt frei.
4. Wieder heller und kühl stellen und langsam mehr gießen. Mit neuen Blättern beginnt auch wieder das Düngen.
Mit etwas Glück blüht es ab dem Herbst erneut.
Garten-Alpenveilchen
Für draußen gibt es winterharte Arten wie das Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) und das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum). Das Zimmer-Alpenveilchen verträgt keinen Frost; im Herbst als Balkonbepflanzung hält es bis zu den ersten Nachtfrösten.
Hinweis: Alle Teile, besonders die Knolle, sind giftig für Katzen, Hunde und Kleintiere.
Foto: Romtomtom, CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/) — Quelle: https://www.flickr.com/photos/84901326@N00/3685499734