Bad Muskau: der Fürst-Pückler-Park an der Neiße, UNESCO-Welterbe in Deutschland und Polen, Schloss und Brücken
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Bad Muskau in der Oberlausitz, direkt an der Neiße an der Grenze zu Polen, ist bekannt für den Muskauer Park (polnisch Park Mużakowski). Fürst Hermann von Pückler-Muskau legte ihn ab 1815 als riesigen Landschaftspark nach englischem Vorbild an. Der Park erstreckt sich über beide Ufer der Neiße und ist seit 2004 gemeinsames UNESCO-Welterbe Deutschlands und Polens.
Anreise
Mit dem Auto etwa eine Stunde von Görlitz oder Cottbus.
Mit der Bahn bis Weißwasser und weiter mit dem Bus.
Im Ort sind die Wege kurz; der Park selbst ist am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.
Der Muskauer Park
Weite Wiesen, Baumgruppen, Wasserläufe und Sichtachsen, die wie Gemälde komponiert sind. Pückler nannte seine Gärten „gemalte Landschaften“.
Brücken über die Neiße verbinden den deutschen und den polnischen Teil; man kann frei zwischen beiden Ländern spazieren.
Der Park ist ganzjährig zugänglich, jede Jahreszeit hat ihren Reiz: Frühlingsblüte, sattes Grün im Sommer, Herbstfarben.
Das Neue Schloss
Das im Krieg zerstörte und wiederaufgebaute Schloss beherbergt heute eine Ausstellung über Fürst Pückler, sein abenteuerliches Leben, seine Reisen und seine Gartenkunst.
Das Alte Schloss und die Orangerie liegen in der Nähe.
Fürst Pückler
Der exzentrische Fürst war Reisender, Schriftsteller und Gartenkünstler. Nach ihm ist auch das „Fürst-Pückler-Eis“ benannt, die Eisschnitte aus Schokolade, Vanille und Erdbeere. Sein zweiter großer Park, in Branitz bei Cottbus, lohnt einen Abstecher.
Umgebung
Der Geopark Muskauer Faltenbogen mit Seen in alten Tagebaugruben und Wanderwegen.
Die Lausitzer Seenlandschaft und das Seenland rund um Cottbus.
Tipps
Für den Park mindestens einen halben Tag einplanen; Leihfahrräder machen die großen Entfernungen leichter.
Auf polnischer Seite gelten polnische Regeln und Währung; für Spaziergänge braucht man meist kein Geld, aber einen gültigen Ausweis.
Im Sommer finden im Park Konzerte und Veranstaltungen statt; das Programm steht auf der Website der Stiftung.