Was tun bei Erkältung: Ruhe, Trinken, Hausmittel, Apotheke, Krankschreibung und wann zum Arzt
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„Was tun bei Erkältung“ gehört jeden Herbst und Winter zu den häufigsten Suchanfragen in Deutschland. Eine Erkältung ist ein Virusinfekt der oberen Atemwege: Schnupfen, Halskratzen, Husten, manchmal leichtes Fieber. Sie dauert meist sieben bis zehn Tage, und Antibiotika helfen dagegen nicht. Man kann die Beschwerden aber lindern.
Was hilft
Ruhe und Schlaf: Der Körper braucht Energie für die Abwehr. Sport erst wieder, wenn die Beschwerden abgeklungen sind.
Viel trinken, zum Beispiel Wasser, Kräuter- oder Ingwertee. Das hält die Schleimhäute feucht.
Inhalieren mit warmem Wasserdampf oder Kochsalzlösung, vorsichtig, damit es keine Verbrühungen gibt. Für kleine Kinder nicht über einer Schüssel mit heißem Wasser.
Nasenspülung mit Salzwasser oder Meerwasser-Nasenspray.
Honig in warmem Tee lindert Husten und Halsschmerzen; nicht für Babys unter einem Jahr.
Gurgeln mit Salzwasser bei Halsschmerzen.
Hühnersuppe: wärmt, liefert Flüssigkeit und Salz.
Aus der Apotheke
Abschwellende Nasensprays bei verstopfter Nase, aber höchstens fünf bis sieben Tage, sonst gewöhnt sich die Schleimhaut daran.
Schmerz- und fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen bei Kopf- und Gliederschmerzen. Auf die Höchstdosis achten und nicht zusätzlich ein Kombinationspräparat mit demselben Wirkstoff nehmen.
Lutschtabletten bei Halsschmerzen.
Kombinierte „Grippemittel“ sind praktisch, enthalten aber oft Wirkstoffe, die man gar nicht braucht. In der Apotheke beraten lassen, vor allem bei Bluthochdruck, Schwangerschaft oder für Kinder.
Erkältung oder Grippe?
Die echte Grippe (Influenza) beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen. Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte früh ärztlichen Rat holen. Auch ein Corona-Schnelltest kann sinnvoll sein.
Krankschreibung
Bei Erkältungen ist eine Krankschreibung oft nach telefonischer Rücksprache mit der Hausarztpraxis möglich, wenn man dort bekannt ist; die Bescheinigung geht elektronisch an die Krankenkasse, der Arbeitgeber ruft sie ab. Die meisten Arbeitgeber verlangen sie ab dem vierten Krankheitstag, manche schon ab dem ersten. Den Arbeitgeber am ersten Tag informieren.
Wann zum Arzt
Fieber über 39 °C oder länger als drei Tage.
Atemnot, Schmerzen in der Brust, starkes Krankheitsgefühl.
Ohrenschmerzen, Schmerzen über den Nebenhöhlen, die nicht besser werden, oder eitriger Auswurf nach anfänglicher Besserung.
Beschwerden länger als zwei Wochen.
Bei Säuglingen, älteren Menschen, Schwangeren und chronisch Kranken früher.
Nachts und am Wochenende hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall die 112.
Andere schützen
In die Armbeuge niesen, Hände waschen, Abstand halten. Für Ältere und Risikogruppen empfiehlt die STIKO die jährliche Grippeimpfung im Herbst.