Frankfurter Grüne Soße: die sieben Kräuter, die Basis aus Schmand und Joghurt, Eier und Kartoffeln
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Die Grüne Soße ist das Nationalgericht Frankfurts und Hessens: eine kalte Soße aus sieben frischen Kräutern, mit hart gekochten Eiern und Pellkartoffeln. Traditionell kommt sie am Gründonnerstag auf den Tisch, gegessen wird sie aber den ganzen Frühling und Sommer. „Frankfurter Grüne Soße“ ist als geschützte geografische Angabe eingetragen, und in Frankfurt gibt es sogar ein eigenes Festival für sie.
Die sieben Kräuter
Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.
Auf Frankfurter Märkten und in vielen Supermärkten der Region gibt es sie im typischen Papierbündel fertig zusammengestellt.
Zutaten (4 Personen)
1 Bund Grüne-Soße-Kräuter (etwa 250 g);
200 g Schmand oder saure Sahne;
200 g Joghurt;
100 g Quark oder Mayonnaise, je nach Familienrezept;
1 Teelöffel Senf;
1 Esslöffel Öl und etwas Essig oder Zitronensaft;
Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker;
8 Eier;
1 kg festkochende Kartoffeln.
Zubereitung
1. Die Kräuter waschen, gut trocken schütteln und grobe Stiele entfernen.
2. Sehr fein hacken oder mit einem Wiegemesser zerkleinern. Im Mixer geht es schneller, aber die Kräuter dürfen nicht zu Brei werden.
3. Schmand, Joghurt und Quark mit Senf, Öl und Essig glatt rühren.
4. Die Kräuter unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
5. Mindestens eine halbe Stunde kalt stellen, damit sich das Aroma entfaltet.
Manche Familien zerdrücken ein oder zwei Eigelb in die Soße, damit sie cremiger wird.
Dazu
Hart gekochte Eier, halbiert, und Pell- oder Salzkartoffeln.
Auch zu Tafelspitz, gekochtem Rindfleisch oder Schnitzel passt sie.
Tipps
Die Kräuter am selben Tag verarbeiten; sie welken schnell.
Je feiner gehackt, desto grüner und aromatischer wird die Soße.
Grüne Soße hält sich gut gekühlt einen bis zwei Tage.
In Kassel
In Nordhessen gibt es eine Variante, die etwas anders gewürzt ist. Wie die richtige Grüne Soße schmeckt, darüber streitet man in Hessen gern.