Wasser in den Beinen: Ursachen von Ödemen, Hochlegen, Bewegung, Kompressionsstrümpfe, Salz und Warnzeichen

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Abends drücken die Schuhe, am Knöchel bleibt der Sockenrand als Delle: „Wie bekomme ich Wasser aus den Beinen?“ fragen viele, besonders im Sommer, nach langem Sitzen oder Stehen und in der Schwangerschaft. Geschwollene Beine (Ödeme) sind oft harmlos, können aber auch ein Hinweis auf eine Erkrankung von Herz, Nieren oder Venen sein. Häufige harmlose Ursachen 1. Langes Stehen oder Sitzen, etwa im Büro, auf Flugreisen oder bei der Arbeit an der Kasse. 2. Hitze: Die Gefäße weiten sich, Flüssigkeit tritt leichter ins Gewebe. 3. Schwangerschaft und hormonelle Schwankungen vor der Periode. 4. Salzreiches Essen. 5. Übergewicht und wenig Bewegung. Was hilft 1. Beine hochlegen: mehrmals täglich 15 bis 20 Minuten über Herzhöhe, abends auch im Bett mit einem Kissen unter den Unterschenkeln. 2. Bewegen: Gehen, Radfahren, Schwimmen aktivieren die Wadenmuskelpumpe, die Blut und Flüssigkeit nach oben drückt. Beim Sitzen regelmäßig die Füße kreisen lassen und auf die Zehenspitzen gehen. 3. Kompressionsstrümpfe: Sie unterstützen die Venen. Bei Beschwerden kann der Arzt medizinische Kompressionsstrümpfe verordnen, die angemessen werden. Bei arteriellen Durchblutungsstörungen dürfen sie nicht getragen werden. 4. Kalt-warm-Wechselduschen der Beine oder kühles Wassertreten (Kneipp) regen die Gefäße an. 5. Weniger Salz: Fertiggerichte, Wurst, Käse und Brot enthalten viel verstecktes Salz. 6. Ausreichend trinken: Wer wenig trinkt, lagert nicht weniger Wasser ein. Ausnahme: Wenn der Arzt wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung eine Trinkmenge vorgibt. 7. Gewicht reduzieren, wenn nötig. 8. Lockere Kleidung, keine einschnürenden Socken; flache, bequeme Schuhe. Entwässerungstabletten? Harntreibende Mittel (Diuretika) nicht ohne ärztliche Verordnung einnehmen. Sie können zu Mineralstoffmangel, Kreislaufproblemen und Thrombosen führen und behandeln die Ursache nicht. Auch freiverkäufliche „Entwässerungstees“ ersetzen keine Abklärung. Wann zum Arzt Lassen Sie geschwollene Beine abklären, wenn: 1. die Schwellung neu auftritt und über Tage bleibt oder zunimmt; 2. beide Beine stark geschwollen sind und Sie gleichzeitig kurzatmig werden, nachts häufig Wasser lassen oder schneller müde sind (mögliche Herzschwäche); 3. Sie schäumenden Urin oder geschwollene Augenlider bemerken (Nieren); 4. die Schwellung nach Beginn eines neuen Medikaments auftritt, zum Beispiel bestimmter Blutdrucksenker; 5. Krampfadern, Hautverfärbungen oder offene Stellen an den Unterschenkeln bestehen. Notfall Sofort ärztliche Hilfe, wenn nur ein Bein plötzlich anschwillt, warm, gerötet und schmerzhaft ist (Verdacht auf Beinvenenthrombose), oder wenn plötzliche Atemnot oder Brustschmerzen hinzukommen (mögliche Lungenembolie): Notruf 112. In der Schwangerschaft sind leichte Wassereinlagerungen normal. Bei plötzlicher starker Schwellung im Gesicht und an den Händen, Kopfschmerzen oder Sehstörungen sofort zur Frauenärztin oder in die Klinik.

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