Was tun gegen Mücken im Zimmer: Fliegengitter, Licht, Ventilator, Mückenstecker, Hausmittel und Brutstätten
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Kaum ist das Licht aus, summt es am Ohr: „Was tun gegen Mücken im Zimmer“ gehört im Sommer zu den häufigsten Suchanfragen in Deutschland. Die meisten Stechmücken bei uns übertragen keine gefährlichen Krankheiten, rauben aber den Schlaf. Am besten wirkt eine Kombination: Mücken draußen halten, die, die drin sind, loswerden, und Brutstätten am Haus beseitigen.
1. Mücken gar nicht erst hereinlassen
1. Fliegengitter sind das wirksamste Mittel. Es gibt sie als Klettband-Variante für wenige Euro oder als Rahmen zum Einhängen; viele lassen sich ohne Bohren anbringen, also auch in Mietwohnungen.
2. Abends Licht aus, bevor man lüftet: Mücken orientieren sich an Wärme, Kohlendioxid und Gerüchen, Licht lockt aber viele andere Insekten an. Besser morgens lüften oder im Dunkeln.
3. Türen zu Balkon und Garten in der Dämmerung geschlossen halten.
2. Mücken im Zimmer finden
Vor dem Schlafen das Licht anmachen und Wände und Decke absuchen, besonders in hellen Ecken. Eine sitzende Mücke fängt man mit einem Glas und einem Blatt Papier oder einem Staubsauger mit Schlauch.
3. Hilfsmittel für die Nacht
1. Ein Ventilator, der Richtung Bett weht, erschwert den Mücken das Anfliegen und verteilt Atemluft und Körpergeruch.
2. Ein Moskitonetz über dem Bett ist zuverlässig, auch für Babybetten und Reisen.
3. Mückenstecker (Verdampfer mit Plättchen oder Flüssigkeit) wirken, geben aber Insektizide in die Raumluft ab. Nicht im Kinder- oder Schlafzimmer von Säuglingen, nicht bei Haustieren wie Katzen und Aquarienfischen verwenden, und tagsüber lüften.
4. Ultraschallgeräte und Handy-Apps mit Pfeiftönen: Studien finden keine Wirkung.
5. UV-Lichtfallen töten vor allem harmlose Insekten und wenige Mücken.
4. Hausmittel
Ätherische Öle wie Zitronengras, Lavendel, Nelke oder Teebaumöl in einer Duftlampe halten Mücken etwas ab, aber deutlich schwächer als Mückenschutzmittel. Für Kinder, Schwangere und Haustiere sind manche Öle ungeeignet. Tomatenpflanzen, Basilikum oder Katzenminze am Fenster haben einen kleinen Effekt.
5. Mückenschutz auf der Haut
Für draußen und auf Reisen sind Mittel mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin am wirksamsten. Bei Kindern die Altersangaben auf der Packung beachten.
6. Brutstätten beseitigen
Stechmücken legen ihre Eier in stehendes Wasser. Schon eine Regentonne, ein Untersetzer oder eine verstopfte Dachrinne reicht.
1. Wasser in Untersetzern, Eimern, Gießkannen und Spielzeug regelmäßig ausleeren.
2. Regentonnen mit einem Deckel oder einem feinen Netz verschließen.
3. Vogeltränken alle paar Tage frisch füllen.
4. Dachrinnen sauber halten.
Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Teilen Deutschlands aus, vor allem im Südwesten. Sie ist schwarz-weiß gestreift, sticht auch tagsüber und kann im Ausland Krankheiten wie Dengue übertragen. Funde kann man an Behörden oder Meldeportale melden; was zu tun ist, steht auf den Seiten der Bundesländer und des Umweltbundesamts.
Nach dem Stich
Nicht kratzen, kühlen, eventuell ein Gel gegen Juckreiz oder ein Wärmestift. Bei starker Schwellung, Rötung, die sich ausbreitet, Fieber oder Atemnot zum Arzt.