Was tun gegen Silberfische: Feuchtigkeit senken, Fallen, Papierfischchen und wann der Kammerjäger hilft

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Nachts im Bad das Licht anmachen und ein silbriges Tierchen huscht unter die Fliesenkante: „Was tun gegen Silberfische“ gehört zu den häufigsten Suchanfragen rund ums Ungeziefer in der Wohnung. Silberfische sind harmlos. Sie beißen nicht, übertragen keine Krankheiten und schaden der Bausubstanz nicht. Viele zeigen aber an, dass es irgendwo zu feucht ist. Silberfisch oder Papierfischchen? 1. Silberfischchen sind etwa einen Zentimeter lang, glänzend silbrig und lieben feuchte, warme Räume: Bad, Küche, Keller. Sie sind meist ein Zeichen für hohe Luftfeuchtigkeit. 2. Papierfischchen sind etwas größer, grauer, mit längeren Schwanzborsten. Diese eingeschleppte Art breitet sich in Deutschland seit einigen Jahren aus, kommt auch in trockenen Wohnräumen vor und frisst Papier, Bücher, Tapeten und Pappkartons. Sie lassen sich schwerer loswerden und tauchen oft in Neubauten auf. Die Art zu kennen hilft, denn gegen Papierfischchen reicht Lüften allein nicht. Schritt 1: Feuchtigkeit senken 1. Nach dem Duschen stoßlüften, die Badtür schließen und Fliesen abziehen. 2. Mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten querlüften statt das Fenster gekippt zu lassen. 3. Ein Hygrometer kostet wenig: Die Luftfeuchtigkeit sollte in Wohnräumen meist zwischen 40 und 60 Prozent liegen. 4. Wäsche nicht in kleinen Räumen ohne Lüftung trocknen. 5. Undichte Stellen, tropfende Siphons und feuchte Wände beheben lassen. Schritt 2: Verstecke und Nahrung nehmen 1. Fugen an Fußleisten, Fliesen und Rohrdurchführungen mit Silikon oder Acryl schließen. 2. Gründlich saugen, auch unter Möbeln und hinter Heizkörpern: Hautschuppen, Haare und Krümel sind ihre Nahrung. 3. Lebensmittel in dichten Dosen lagern. 4. Pappkartons und alte Zeitungsstapel aus Keller und Abstellraum entfernen, vor allem bei Papierfischchen. Schritt 3: Fallen 1. Köderdosen aus Drogerie und Baumarkt locken die Tiere mit einem Fraßköder an. Sie wirken langsam, aber gut, und sind besonders bei Papierfischchen das Mittel der Wahl. Abseits von Kindern und Haustieren aufstellen. 2. Klebefallen zeigen vor allem, wo und wie viele Tiere unterwegs sind. 3. Hausmittel: Eine angefeuchtete, eingerollte Zeitung über Nacht auslegen und morgens samt Bewohnern entsorgen. Oder ein Glas außen mit Klebeband umwickeln und etwas Zucker hineingeben: Hinein kommen sie, heraus nicht. 4. Lavendel- oder Zitronenduft soll sie vertreiben, die Wirkung ist aber gering. Was man lassen sollte Insektensprays in der Wohnung verteilen bringt wenig, weil die Tiere tief in Ritzen sitzen, und belastet die Raumluft. Kieselgur kann helfen, wirkt aber nur trocken und sollte nicht eingeatmet werden. Wann der Kammerjäger hilft Wenn trotz Lüften und Köderdosen nach einigen Wochen viele Tiere auftauchen, Papierfischchen sich in mehreren Räumen verbreiten oder Bücher und Dokumente angefressen sind, lohnt sich ein Schädlingsbekämpfer. In Mietwohnungen den Vermieter informieren: Bei Papierfischchen in Neubauten oder bei Feuchteschäden ist oft er zuständig. Zum Nachlesen Informationen zu Papierfischchen und zur Bekämpfung geben das Umweltbundesamt (umweltbundesamt.de) und die Verbraucherzentralen.

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