Backofen reinigen: Natron und Backpulver, Essig, Dampf, Pyrolyse, Backbleche und Glastür ohne scharfe Mittel
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Eingebrannte Fettspritzer, schwarze Krusten am Boden und eine Tür, durch die man nichts mehr sieht: „Wie reinige ich meinen Backofen“ gehört zu den beliebtesten Fragen im Haushalt. Mit Hausmitteln wird der Ofen erstaunlich sauber, man braucht nur etwas Geduld und Einwirkzeit.
Vorab
1. Backofen ausschalten und abkühlen lassen. Bei manchen Methoden ist er lauwarm ideal.
2. Bedienungsanleitung kurz prüfen: Öfen mit katalytischer Beschichtung (raue, matte Rückwand) dürfen nicht geschrubbt und nicht mit Backofenspray behandelt werden.
3. Bleche, Roste und Einschubgitter herausnehmen.
Methode 1: Natron oder Backpulver
1. Etwa drei Esslöffel Natron oder zwei Päckchen Backpulver mit wenig Wasser zu einer streichfähigen Paste rühren.
2. Paste auf die verschmutzten Flächen streichen, Heizstäbe und Lüftungsschlitze aussparen.
3. Mehrere Stunden, am besten über Nacht, einwirken lassen.
4. Mit einem feuchten Schwamm und einem Kunststoffschaber abtragen.
5. Mit Essigwasser nachwischen: Es löst Reste, und das Aufschäumen zeigt, wo noch Natron sitzt. Danach mit klarem Wasser auswischen.
Methode 2: Essigdampf
Eine ofenfeste Schale mit Wasser und einem kräftigen Schuss Essig oder Zitronensaft in den Ofen stellen, bei 100 bis 150 Grad etwa 30 Minuten laufen lassen. Der Dampf weicht leichte Verschmutzungen auf, die man danach abwischt. Viele neuere Öfen haben dafür ein eigenes Dampfreinigungs- oder Hydrolyse-Programm.
Methode 3: Pyrolyse
Hat der Ofen eine Pyrolysefunktion, heizt er auf rund 400 bis 500 Grad auf und verbrennt Verschmutzungen zu Asche, die man danach auswischt. Das dauert ein bis drei Stunden und braucht Strom, lohnt sich aber bei starkem Schmutz. Vorher alle Bleche und Roste herausnehmen, die nicht ausdrücklich pyrolysefest sind, und die Küche lüften.
Backofenspray
Starke Backofensprays wirken schnell, sind aber stark ätzend. Nur mit Handschuhen, gut gelüftet und genau nach Anleitung verwenden, nicht auf Heizstäbe, Dichtungen und katalytische Flächen sprühen und danach gründlich mit Wasser nachwischen.
Backbleche und Roste
Bleche mit heißem Wasser, Spülmittel und etwas Natron einweichen. Roste passen oft in die Badewanne: Altes Handtuch unterlegen, heißes Wasser mit einem Spülmaschinentab einlassen und über Nacht einweichen. Danach mit einer Bürste säubern. Beschichtete Bleche nicht mit Stahlwolle bearbeiten.
Die Glastür
Außen und innen mit Natronpaste oder Glasreiniger und einem Ceranfeldschaber für Krusten reinigen. Bei vielen Modellen lassen sich die Scheiben ausbauen, um auch zwischen den Gläsern zu putzen; wie das geht, steht in der Anleitung.
Was man vermeiden sollte
Stahlwolle, Scheuerpulver und Messer zerkratzen Email und Glas. Die Türdichtung nur mit einem feuchten Tuch abwischen, nicht abziehen.
Damit es nicht wieder so schlimm wird
Auflaufformen auf ein Blech stellen, Braten abdecken und Spritzer am besten sofort nach dem Abkühlen mit einem feuchten Tuch entfernen. Wer alle paar Wochen kurz durchwischt, braucht die große Reinigung selten.