Stundenlohn berechnen: vom Monatsgehalt zum Stundenlohn, Formel mit 4,33 Wochen, Mindestlohn, brutto und netto
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„Wie berechne ich meinen Stundenlohn“ fragen viele, die ein Jobangebot mit einem anderen vergleichen, in Teilzeit wechseln, einen Minijob haben oder prüfen wollen, ob sie mindestens den Mindestlohn bekommen. Die Rechnung ist einfach, wenn man weiß, wie viele Stunden ein Monat im Durchschnitt hat.
Die Formel
Stundenlohn = Monatsgehalt ÷ (Wochenstunden × 4,33)
Die Zahl 4,33 ist die durchschnittliche Zahl der Wochen pro Monat: 52 Wochen ÷ 12 Monate.
Beispiel Vollzeit
Monatsgehalt brutto: 3.000 Euro, Arbeitszeit: 40 Stunden pro Woche.
40 × 4,33 = 173,2 Stunden im Monat.
3.000 ÷ 173,2 ≈ 17,32 Euro brutto pro Stunde.
Beispiel Teilzeit
Monatsgehalt brutto: 1.600 Euro, Arbeitszeit: 25 Stunden pro Woche.
25 × 4,33 = 108,25 Stunden.
1.600 ÷ 108,25 ≈ 14,78 Euro pro Stunde.
Umgekehrt: Vom Stundenlohn zum Monatsgehalt
Monatsgehalt = Stundenlohn × Wochenstunden × 4,33.
Bei 15 Euro und 38,5 Stunden: 15 × 38,5 × 4,33 ≈ 2.500 Euro.
Jahresgehalt umrechnen
Werden Weihnachts- und Urlaubsgeld oder ein 13. Gehalt gezahlt, ist der echte Stundenlohn höher. Dann besser vom Jahresgehalt ausgehen: Jahresgehalt ÷ (Wochenstunden × 52).
Beispiel: 42.000 Euro im Jahr bei 40 Stunden: 42.000 ÷ 2.080 ≈ 20,19 Euro.
Was ist mit Urlaub und Feiertagen?
Bezahlter Urlaub und Feiertage sind in der Rechnung schon enthalten, weil das Gehalt auch für diese Tage gezahlt wird. Überstunden, die nicht vergütet werden, senken den tatsächlichen Stundenlohn: Wer regelmäßig 45 statt 40 Stunden arbeitet, sollte mit 45 rechnen.
Brutto und netto
Die Rechnung oben ist brutto. Wie viel netto pro Stunde übrig bleibt, hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinderfreibeträgen und Sozialabgaben ab. Ein Brutto-Netto-Rechner, etwa der des Bundesfinanzministeriums, liefert den Nettobetrag pro Monat; den teilt man dann durch die Monatsstunden.
Mindestlohn prüfen
Der gesetzliche Mindestlohn wird regelmäßig angehoben; seit dem 1. Januar 2026 beträgt er 13,90 Euro brutto pro Stunde, für 2027 ist eine weitere Erhöhung beschlossen. Für manche Branchen gelten höhere tarifliche Mindestlöhne. Liegt Ihr errechneter Stundenlohn darunter, sprechen Sie Ihren Arbeitgeber an; Beratung gibt es bei der Mindestlohn-Hotline des Bundesarbeitsministeriums und bei Gewerkschaften. Auszubildende haben eine eigene Mindestausbildungsvergütung.
Minijob
Für Minijobs gilt eine monatliche Verdienstgrenze, die an den Mindestlohn gekoppelt ist und mit ihm steigt. Wer mehr Stunden arbeitet, kann über die Grenze rutschen; daher die Stunden im Blick behalten.
Arbeitszeit dokumentieren
Notieren Sie Ihre tatsächlichen Arbeitszeiten, etwa in einer App oder einem Kalender. Das hilft bei Fragen zu Überstunden und Mindestlohn.
Aktuelle Werte zum Mindestlohn und zur Minijob-Grenze veröffentlicht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.