Urlaub am Bodensee: drei Länder, Mainau, Reichenau und Lindau, Schiffe und Fähren, der Bodensee-Radweg, Baden an sicheren Stellen, Sturmwarnung verstehen und mit Franken und Euro zahlen
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Der Bodensee liegt zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist eines der beliebtesten Urlaubsziele im Süden. Blumeninseln, mittelalterliche Städte, Weinberge, Obstgärten und der Blick auf die Alpen machen ihn besonders. Hier finden Sie das Wichtigste für Ihren Aufenthalt.
Drei Länder an einem See
Am deutschen Ufer liegen Konstanz, Meersburg, Überlingen, Friedrichshafen und Lindau.
Österreich hat mit Bregenz und seiner Seebühne, auf der im Sommer die Bregenzer Festspiele stattfinden, einen kurzen, aber bekannten Uferabschnitt.
Am Schweizer Ufer liegen Orte wie Romanshorn, Arbon und Rorschach.
Kurios: Für den größten Teil des Sees, den Obersee, haben sich die Anrainerstaaten nie auf eine Grenzlinie geeinigt.
Inseln und Sehenswürdigkeiten
Die Insel Mainau ist eine Blumeninsel mit Parks, einem Schmetterlingshaus und einem Schloss.
Die Klosterinsel Reichenau ist UNESCO-Welterbe und bekannt für ihre romanischen Kirchen und ihren Gemüseanbau.
Lindau besitzt eine Altstadt auf einer Insel mit dem bekannten Hafen samt Löwe und Leuchtturm.
Die Pfahlbauten in Unteruhldingen zeigen, wie Menschen in der Stein- und Bronzezeit am See lebten.
Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen erzählt die Geschichte der Luftschiffe.
Meersburg mit seiner Burg und den Weinbergen thront über dem See.
Schiffe und Fähren
Ausflugsschiffe verbinden viele Orte rund um den See. Eine Rundfahrt ist die schönste Art, den See kennenzulernen.
Die Autofähre zwischen Konstanz und Meersburg verkehrt rund um die Uhr in regelmäßigen Abständen. Zwischen Friedrichshafen und Romanshorn fährt ebenfalls eine Fähre.
Viele Unterkünfte geben Gästekarten aus, mit denen Bus und Bahn in der Region günstiger oder kostenlos sind. Fragen Sie nach.
Der Bodensee-Radweg
Der Bodensee-Radweg führt auf rund 260 Kilometern einmal um den See durch drei Länder. Er ist weitgehend flach und gut ausgeschildert.
Wer es gemütlich mag, plant fünf bis sieben Tage. Teilstrecken lassen sich mit Schiff oder Bahn abkürzen.
Im Sommer sind die Wege stark befahren: Rücksicht auf Fußgänger und Kinder nehmen.
Baden im See
Baden Sie in Strandbädern oder an ausgewiesenen Badestellen mit Badeaufsicht.
Der See wird schnell tief, und das Wasser kann auch im Sommer in der Tiefe kalt sein. Nicht weit hinausschwimmen und nie allein.
Achten Sie auf Schiffe und Fährrouten.
Sturmwarnung verstehen
Gewitter und Stürme kommen am Bodensee oft sehr schnell auf.
Rund um den See stehen orange Warnleuchten. Blinken sie etwa 40-mal pro Minute, gilt eine Vorwarnung: Schwimmer, Wassersportler und Boote sollen sich bereit machen, das Ufer aufzusuchen. Blinken sie etwa 90-mal pro Minute, herrscht Sturmwarnung: Alle müssen das Wasser sofort verlassen.
Behalten Sie bei Ausflügen auf dem Wasser den Himmel und die Leuchten im Blick.
Grenzen und Geld
Die Schweiz gehört nicht zur EU. Es gibt Zollregeln für Waren, und gezahlt wird in Schweizer Franken, wobei Euro oft angenommen werden, das Wechselgeld aber meist in Franken kommt.
Prüfen Sie die Roamingbedingungen Ihres Handyvertrags für die Schweiz.
Ausweis oder Reisepass gehören bei Ausflügen ins Nachbarland ins Gepäck.
Wann reisen
Frühling mit Obstblüte, Sommer zum Baden und für die Festspiele, Herbst mit Weinlese und Obsternte. Im Winter ist es ruhig, viele Schiffe fahren dann nicht.