Lüneburger Heide: Heideblüte im August, Wilsede, Totengrund, Heidschnucken, Heidschnuckenweg und Lüneburg
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Die Lüneburger Heide zwischen Hamburg, Bremen und Hannover ist eine der bekanntesten Landschaften Norddeutschlands. Im Spätsommer verwandelt die blühende Besenheide weite Flächen in ein lila Meer. Dazu kommen Wacholder, Birkenwälder, Schafherden, reetgedeckte Höfe und die alte Salzstadt Lüneburg. Hier sind die Grundlagen für einen Besuch.
Die Heideblüte
Die Besenheide blüht meist von Anfang August bis Anfang oder Mitte September. Das genaue Datum hängt vom Wetter ab; Tourismusverbände melden den Stand der Blüte.
In dieser Zeit sind Wanderwege und Parkplätze an Wochenenden sehr voll. Unter der Woche und früh am Morgen ist es ruhiger.
Naturschutzgebiet und Wilsede
Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide liegt das Dorf Wilsede, das nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Kutsche erreichbar ist.
Der Wilseder Berg ist eine der höchsten Erhebungen der norddeutschen Tiefebene, mit weitem Blick über die Heide.
Der Totengrund ist ein Heidetal, das zur Blütezeit besonders eindrucksvoll ist.
Pferdekutschen fahren ab den Parkplätzen in Undeloh, Döhle und anderen Orten.
Heidschnucken
Die Heidschnucken, eine alte Schafrasse, sind die eigentlichen Landschaftspfleger: Sie fressen junge Bäume und halten die Heide offen. Ohne sie würde sie zuwachsen.
Hunde an der Leine führen, wenn Schafe in der Nähe sind, und Abstand zur Herde halten.
Wandern und Radfahren
Der Heidschnuckenweg ist ein Fernwanderweg von Hamburg-Fischbek bis Celle, in Etappen gut zu gehen.
Viele Rundwege und Radwege führen durch die Heide. Auf den Sandwegen ist Radfahren manchmal mühsam.
Bitte auf den Wegen bleiben: Die Heide ist empfindlich, und es gibt Brutgebiete von Vögeln.
In trockenen Sommern ist die Waldbrandgefahr hoch. Kein Feuer, nicht rauchen.
Heidehonig
Imker stellen ihre Bienenstöcke zur Blüte in die Heide. Der kräftige, geleeartige Heidehonig ist eine Spezialität und ein beliebtes Mitbringsel.
Lüneburg
Die Hansestadt Lüneburg wurde durch Salz reich. Die Backsteingiebel am Platz Am Sande, das Rathaus und das Deutsche Salzmuseum erzählen davon. Wegen des Salzabbaus haben sich in einem Viertel Häuser gesenkt und neigen sich.
Weitere Ziele
Celle mit seiner Fachwerk-Altstadt und dem Schloss.
Der Heide Park in Soltau für Familien.
Klöster wie Kloster Wienhausen mit mittelalterlichen Schätzen.
Anreise
Mit der Bahn nach Lüneburg, Buchholz, Soltau oder Celle und weiter mit Bus oder Rad. Mit dem Auto über die A7. Im Naturschutzgebiet selbst sind Autos weitgehend nicht erlaubt.
Beste Reisezeit
August und Anfang September für die Blüte, Mai und Juni für das frische Grün, Oktober für herbstliche Farben und Ruhe.