Oktoberfest für Einsteiger: wann und wo, Platz im Zelt ohne Reservierung, die Maß, Taschenverbot, Tracht, Familientage und wie man sicher wieder heimkommt

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Das Oktoberfest in München ist das größte Volksfest der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt auf die Theresienwiese. Für viele Münchner ist die Wiesn ein fester Termin im Jahr, für viele Gäste ein einmaliges Erlebnis. Damit der Besuch gelingt, hilft es, ein paar Regeln und Tipps zu kennen. Wann und wo Die Wiesn findet auf der Theresienwiese im Münchner Westend statt. Trotz des Namens beginnt sie im September und endet am ersten Sonntag im Oktober. Die genauen Termine stehen auf der offiziellen Seite der Stadt München. Eröffnet wird sie am ersten Samstag mittags, wenn der Oberbürgermeister im Schottenhamel-Zelt das erste Fass ansticht: „O'zapft is!" Am ersten Sonntag zieht der große Trachten- und Schützenzug durch die Stadt. Der Eintritt auf das Festgelände ist frei. Platz im Zelt In den großen Bierzelten sind viele Tische, vor allem abends und am Wochenende, reserviert. Die Reservierungen vergeben die Wirte, oft schon Monate im Voraus. Ein Teil der Plätze ist aber nicht reservierbar. Wer unter der Woche früh am Tag kommt, findet meist ohne Probleme einen Platz. Am Wochenende und abends können die Zelte wegen Überfüllung geschlossen werden. Dann kommt niemand mehr hinein, auch nicht mit guten Worten. Neben den großen Zelten gibt es kleinere, gemütlichere Zelte und Biergärten. Bedient wird nur, wer sitzt. Stehen auf den Bänken ist erlaubt, auf den Tischen nicht. Die Maß Auf der Wiesn wird Bier in der Maß ausgeschenkt, einem Krug mit einem Liter. Ausgeschenkt wird nur Bier der Münchner Brauereien, das eigens für die Wiesn gebraut wird. Das Wiesnbier ist meist etwas stärker als normales Helles. Ein Liter davon ist viel Alkohol. Trinken Sie Wasser zwischendurch und essen Sie etwas. Der Preis für die Maß steigt fast jedes Jahr; die aktuellen Preise werden vor dem Fest veröffentlicht. Das Mitnehmen eines Maßkrugs ist Diebstahl. Am Ausgang wird kontrolliert. Krüge als Andenken gibt es an Souvenirständen zu kaufen. Trinkgeld für die Bedienungen ist üblich und gern gesehen. Taschenverbot und Sicherheit Auf das Festgelände dürfen nur kleine Taschen mitgenommen werden. Rucksäcke und größere Taschen sind verboten; für sie gibt es kostenpflichtige Gepäckaufbewahrungen an den Eingängen. Die genauen Regeln veröffentlicht die Stadt jedes Jahr. An den Eingängen gibt es Sicherheitskontrollen. Planen Sie dafür Zeit ein. Vereinbaren Sie mit Ihrer Gruppe einen Treffpunkt, zum Beispiel an einem bekannten Fahrgeschäft. Das Handynetz ist oft überlastet. Achten Sie auf Ihre Wertsachen: Im Gedränge sind Taschendiebe unterwegs. Bei Problemen helfen Polizei, Sanitäter und die Anlaufstelle „Sichere Wiesn" für Mädchen und Frauen. Tracht Dirndl und Lederhosen sind kein Muss, aber sehr verbreitet. Wer Tracht trägt, sollte auf Qualität statt Faschingskostüm achten. Eine alte Faustregel besagt, dass die Schleife des Dirndls rechts gebunden „vergeben" und links „ledig" bedeutet. Viele nehmen das heute mit einem Augenzwinkern. Bequeme Schuhe sind wichtiger als das perfekte Outfit. Familien und Kinder Die Wiesn hat viele Fahrgeschäfte, vom historischen Kettenkarussell bis zum Looping. An den Familientagen, meist dienstags, gibt es ermäßigte Preise bei Fahrgeschäften und Ständen. Kinder unter sechs Jahren dürfen ab einem bestimmten Abendzeitpunkt nicht mehr ohne Weiteres in die Zelte. Für Jugendliche gelten die Regeln des Jugendschutzgesetzes. Die „Oide Wiesn" auf einem eigenen Bereich bietet historische Fahrgeschäfte, Musik und Tanz und ist oft etwas ruhiger. Für sie wird ein kleiner Eintritt verlangt. Hin und zurück Kommen Sie mit U-Bahn, S-Bahn, Tram oder Bus. Parkplätze in der Nähe gibt es kaum. Wer getrunken hat, fährt nicht Auto, nicht E-Scooter und auch nicht Fahrrad. Am Abend sind die Bahnen sehr voll. Bleiben Sie an den Bahnsteigen hinter der Markierung und passen Sie aufeinander auf. Und sonst Planen Sie die Unterkunft früh: Während der Wiesn sind Hotels in München teuer und schnell ausgebucht. Und wer einmal ruhiger feiern will, findet in vielen bayerischen Orten kleinere Volksfeste mit ganz eigenem Charme.

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