Parfum für Einsteiger: Eau de Parfum oder Eau de Toilette, Kopf-, Herz- und Basisnote, richtig testen, sparsam auftragen und richtig lagern
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Ein Duft kann zur persönlichen Visitenkarte werden. Doch wer zum ersten Mal in einer Parfümerie steht, ist schnell überfordert: Hunderte Flakons, Testsprays überall, und nach dem fünften Duft riecht ohnehin alles gleich. Mit etwas Grundwissen findet man schneller einen Duft, der wirklich passt, und vermeidet teure Fehlkäufe.
Was die Bezeichnungen bedeuten
Der Unterschied liegt vor allem im Anteil an Duftstoffen, der je nach Marke variiert:
Parfum oder Extrait: am höchsten konzentriert, sehr ergiebig. Ein paar Tropfen genügen.
Eau de Parfum (EdP): hohe Konzentration, gute Haltbarkeit. Für viele die beste Wahl für den ganzen Tag.
Eau de Toilette (EdT): leichter, frischer, gut für Alltag und Sommer.
Eau de Cologne: sehr leicht und erfrischend, verfliegt schnell. Das berühmte „Kölnisch Wasser" hat dem ganzen Typ den Namen gegeben.
Die Haltbarkeit hängt aber auch von den Inhaltsstoffen ab: Zitrusnoten verfliegen schnell, Holz-, Vanille- und Moschusnoten halten lange.
Die Duftpyramide
Kopfnote: was man in den ersten Minuten riecht, oft Zitrus, frische Kräuter oder Früchte.
Herznote: zeigt sich nach etwa einer halben Stunde und prägt den Charakter des Dufts, oft Blüten oder Gewürze.
Basisnote: bleibt über Stunden, meist Hölzer, Harze, Vanille, Amber oder Moschus.
Deshalb: Kaufen Sie nie nach dem ersten Eindruck auf dem Teststreifen.
Die Duftfamilien
Frisch und zitrisch, blumig, orientalisch beziehungsweise „amber", holzig, chypre und fougère sind die großen Familien.
Wenn Sie wissen, welche Düfte Sie schon mögen, fragen Sie in der Parfümerie gezielt nach ähnlichen aus derselben Familie.
Richtig testen
Sprühen Sie zuerst auf einen Teststreifen und sortieren Sie aus, was Ihnen gar nicht gefällt.
Testen Sie die Favoriten dann auf der Haut, höchstens zwei oder drei pro Besuch: einen am linken, einen am rechten Handgelenk.
Gehen Sie danach aus dem Laden und warten Sie mehrere Stunden. Ein Duft entwickelt sich auf jeder Haut anders.
Bitten Sie um eine Probe oder kaufen Sie eine Abfüllung, bevor Sie sich für einen großen Flakon entscheiden. Ein Duft sollte Sie über mehrere Tage überzeugen.
Sparsam auftragen
Ein bis zwei Sprühstöße reichen fast immer. Wer seinen Duft selbst ständig wahrnimmt, hat meist schon zu viel aufgetragen; die Nase gewöhnt sich schnell daran.
Gute Stellen sind Handgelenke, Halsseiten, hinter den Ohren und das Dekolleté, wo die Haut warm ist.
Auf eingecremter Haut hält ein Duft länger. Nehmen Sie dazu eine unparfümierte Creme.
Die Handgelenke nach dem Aufsprühen nicht aneinanderreiben.
Im Büro, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Krankenhaus und beim Essen ist Zurückhaltung höflich.
Vorsicht mit Textilien: Parfum kann helle Stoffe und Seide verfärben. Und vor dem Sonnenbad besser nicht auftragen: Manche Inhaltsstoffe können auf sonnenbeschienener Haut Flecken verursachen.
Richtig lagern
Das Badezimmer ist der schlechteste Ort: Wärme, Feuchtigkeit und Licht schaden dem Duft.
Bewahren Sie Parfum kühl, trocken und dunkel auf, am besten in der Originalverpackung im Schrank oder in einer Schublade.
Ein Parfum, das deutlich dunkler geworden ist oder säuerlich riecht, ist verdorben.
Allergien und Fälschungen
Duftstoffe gehören zu den häufigeren Auslösern von Kontaktallergien. In der EU müssen bestimmte allergene Duftstoffe ab einer gewissen Konzentration auf der Verpackung angegeben werden.
Wenn die Haut rot wird oder juckt, waschen Sie die Stelle ab und verwenden Sie den Duft nicht mehr.
Auffällig billige Markenparfums auf Marktplätzen und in Online-Anzeigen sind oft Fälschungen, deren Inhaltsstoffe niemand kontrolliert. Kaufen Sie bei seriösen Händlern.