Sächsische Quarkkeulchen: Kartoffeln vom Vortag, Quark, Rosinen und Zitrone, goldbraun gebraten mit Zimtzucker
TUREFF• •0
Quarkkeulchen sind ein Klassiker aus Sachsen: kleine, flache Küchlein aus gekochten Kartoffeln und Quark, mit Zitronenschale und Rosinen, in der Pfanne goldbraun gebraten und mit Zimt und Zucker bestreut. Sie waren ein Essen der sparsamen Küche, weil sie Kartoffeln vom Vortag verwerten, und sind heute bei Kindern wie bei Großeltern beliebt, zum Mittag oder zum Kaffee.
Zutaten (etwa 12 Stück)
500 g mehligkochende Kartoffeln, am Vortag gekocht;
500 g Magerquark, gut abgetropft;
2 Eier;
80 g Zucker;
1 Päckchen Vanillezucker;
100 g Mehl;
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone;
1 Prise Salz;
50 g Rosinen (nach Belieben, in etwas warmem Wasser eingeweicht);
Butterschmalz oder Öl zum Braten;
Zimt und Zucker zum Bestreuen.
Zubereitung
1. Die kalten Kartoffeln pellen und fein reiben oder durch die Kartoffelpresse drücken.
2. Mit Quark, Eiern, Zucker, Vanillezucker, Mehl, Zitronenschale und Salz zu einem glatten Teig verkneten. Ist er zu weich, etwas Mehl zugeben.
3. Die abgetropften Rosinen unterheben.
4. Mit bemehlten Händen eine Rolle formen, in Scheiben schneiden und zu etwa 1 cm dicken Küchlein flach drücken.
5. In einer Pfanne Butterschmalz erhitzen und die Keulchen bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3 bis 4 Minuten goldbraun braten.
6. Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm in Zimt und Zucker wenden.
Dazu
Apfelmus, Kompott aus Kirschen oder Pflaumen, oder einfach Zimt und Zucker.
Tipps
Warum Kartoffeln vom Vortag? Frisch gekochte Kartoffeln sind feuchter, der Teig wird klebrig und die Keulchen zerfallen.
Den Quark in einem Tuch gut ausdrücken, sonst braucht der Teig zu viel Mehl.
Nicht zu heiß braten: Der Zucker im Teig bräunt schnell.
Gebratene Quarkkeulchen lassen sich einfrieren und in der Pfanne oder im Ofen wieder aufwärmen.