Rothenburg ob der Tauber: Plönlein, Stadtmauer, Meistertrunk, Nachtwächter und Weihnachtsmarkt

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Rothenburg ob der Tauber in Mittelfranken ist für viele das Bild einer mittelalterlichen deutschen Stadt schlechthin: Fachwerkhäuser, Türme, eine fast vollständig begehbare Stadtmauer und Gassen mit Kopfsteinpflaster. Die Stadt liegt an der Romantischen Straße und zieht Besucher aus aller Welt an. Hier ist, was man wissen sollte. Das Plönlein Ein kleiner Platz mit einem schiefen Fachwerkhaus, an dem sich die Straße zwischen zwei Tortürmen teilt. Es ist das bekannteste Fotomotiv der Stadt. Früh am Morgen ist es dort noch ruhig. Auf der Stadtmauer Ein großer Teil der Stadtmauer ist über den überdachten Wehrgang begehbar. Von oben blickt man auf rote Dächer und Gärten. An vielen Steinen erinnern Namen an Spender, die nach dem Zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau geholfen haben, denn Teile der Stadt wurden 1945 zerstört. Marktplatz und Meistertrunk Am Marktplatz stehen das Rathaus mit seinem Turm, von dem man eine weite Aussicht hat, und die Ratstrinkstube. Die Uhr an der Ratstrinkstube erinnert zu bestimmten Stunden an den Meistertrunk: Der Legende nach rettete im Dreißigjährigen Krieg ein Altbürgermeister die Stadt, indem er einen riesigen Humpen Wein in einem Zug leerte. Pfingsten wird das Ereignis als Festspiel aufgeführt. Kirchen und Museen In der St.-Jakobs-Kirche steht der Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider. Das Mittelalterliche Kriminalmuseum zeigt Recht und Strafen vergangener Jahrhunderte. Im Burggarten auf dem Felsen über dem Taubertal genießt man einen ruhigen Blick ins Tal. Der Nachtwächter Abends führt der Nachtwächter mit Laterne und Hellebarde durch die Gassen und erzählt, wie das Leben im Mittelalter wirklich war. Es gibt Führungen auf Deutsch und Englisch. Weihnachtsmarkt Der Reiterlesmarkt im Advent ist einer der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. An Wochenenden ist es sehr voll; unter der Woche ist es ruhiger. Schneeballen Die Rothenburger Schneeballen sind Teigstreifen, die zu Kugeln geformt, frittiert und mit Puderzucker oder Schokolade überzogen werden. Sie werden schnell trocken; am besten frisch und in kleinen Mengen probieren. Viel Besuch Tagsüber kommen viele Reisebusse. Wer in der Stadt übernachtet, erlebt Rothenburg am Abend und frühen Morgen fast leer. Die Gassen sind gepflastert und uneben: bequeme Schuhe tragen. Bitte nicht in Höfe und Häuser hineingehen, die nicht ausdrücklich geöffnet sind; hier wohnen Menschen. Anreise Mit der Bahn über Steinach bei Rothenburg, mit dem Auto über die A7. Parkplätze liegen außerhalb der Stadtmauer. Romantische Straße Rothenburg verbindet man gut mit Dinkelsbühl, Nördlingen und Würzburg. Im Taubertal führt ein Radweg durch Weinberge und Dörfer.

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