Wandern in der Sächsischen Schweiz: Basteibrücke und Schrammsteine, der Malerweg, Festung Königstein, Kernzone und markierte Wege, sächsische Kletterregeln, Boofen und Waldbrandgefahr
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Die Sächsische Schweiz südöstlich von Dresden ist mit ihren Tafelbergen, Felsnadeln und tiefen Schluchten aus Sandstein eine der spektakulärsten Landschaften Deutschlands. Ein großer Teil ist als Nationalpark geschützt. Hier wird gewandert, geklettert und an der Elbe entlang Rad gefahren. Damit die Natur erhalten bleibt, gelten besondere Regeln.
Anreise
Von Dresden fährt die S-Bahn entlang der Elbe nach Pirna, Kurort Rathen, Königstein, Bad Schandau und Schöna. Viele Wanderungen beginnen direkt an den Bahnhöfen.
Fähren verbinden die beiden Elbufer.
An schönen Wochenenden sind Parkplätze schnell voll; die Bahn ist oft die entspanntere Wahl.
Die Klassiker
Die Bastei mit ihrer steinernen Brücke aus dem 19. Jahrhundert bietet den bekanntesten Blick auf das Elbtal. Am Vormittag und unter der Woche ist es ruhiger.
Die Schrammsteine mit ihrer Aussicht über ein Meer von Felsen erreicht man über Steiganlagen mit Leitern und Treppen.
Die Festung Königstein, eine der größten Bergfestungen Europas, thront über der Elbe.
Der Lilienstein, ein Tafelberg mitten im Elbbogen, bietet einen weiten Rundblick.
Jenseits der Grenze liegt die Böhmische Schweiz mit dem Prebischtor.
Der Malerweg
Der Malerweg führt auf rund 116 Kilometern in mehreren Etappen durch die schönsten Teile der Region und folgt den Spuren der Maler der Romantik.
Die Etappen lassen sich mit Bahn, Bus und Fähren gut kombinieren.
Auf markierten Wegen bleiben
In der Kernzone des Nationalparks dürfen nur die markierten Wege betreten werden.
Die Felsen sind brüchig, und es gibt viele steile Abbrüche ohne Geländer. Bleiben Sie auf den Wegen und gehen Sie nicht zu nah an Kanten.
Feste Schuhe mit gutem Profil sind Pflicht. Nach Regen sind Sandstein und Wurzeln rutschig.
Bei Gewitter Aussichtspunkte und Felskuppen meiden.
Klettern nach sächsischen Regeln
Das Klettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition und eigene Regeln.
Geklettert wird nur an freigegebenen Gipfeln.
Klemmgeräte aus Metall wie Klemmkeile und Friends sind verboten; zur Sicherung werden Knotenschlingen und die vorhandenen Ringe verwendet.
Magnesia, also Chalk, ist nicht erlaubt.
Bei nassem Fels wird nicht geklettert, denn der weiche Sandstein bricht dann leichter.
Einsteiger sollten mit erfahrenen Kletterern oder einem Kurs beginnen.
Boofen und Übernachten
Boofen, das Übernachten unter Felsüberhängen, ist eine alte Tradition. Im Nationalpark ist es nur an ausgewiesenen Boofen und unter Auflagen erlaubt.
Wildes Zelten ist im Nationalpark nicht gestattet.
Waldbrandgefahr
Im Sommer 2022 brannte ein großer Teil der hinteren Sächsischen Schweiz und der Böhmischen Schweiz. Einige Wege waren danach lange gesperrt.
Rauchen und offenes Feuer sind im Wald verboten. Achten Sie auf die Waldbrandwarnstufen und Sperrungen.
Natur schützen
Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit.
Hunde an der Leine führen.
Brutfelsen von Wanderfalken und anderen Vögeln sind zeitweise gesperrt, beachten Sie die Hinweise.
Wann reisen
Frühling und Herbst sind ideal zum Wandern. Im Sommer lohnt sich frühes Aufstehen, um der Hitze und den Menschenmengen zu entgehen. Im Winter ist es still, aber Steiganlagen können vereist sein.