Rasierpickel vermeiden: richtig rasieren, Klinge und Richtung, Peeling, eingewachsene Haare und Pflege danach
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Rote Pünktchen, Juckreiz und kleine Pusteln nach dem Rasieren an Hals, Beinen, Achseln oder im Intimbereich: „Wie vermeide ich Rasierpickel“ ist eine häufige Frage. Rasierpickel entstehen durch Reizung der Haut und durch Haare, die beim Nachwachsen in die Haut zurückwachsen (eingewachsene Haare). Mit der richtigen Technik lassen sie sich meist deutlich reduzieren.
Vor der Rasur
1. Haut und Haare weich machen: am besten nach dem Duschen rasieren oder ein paar Minuten warmes Wasser einwirken lassen.
2. Einmal pro Woche sanft peelen, zum Beispiel mit einem milden Peeling oder einem Waschhandschuh. Das löst abgestorbene Hautschüppchen, die Haare am Herauswachsen hindern. Nicht direkt vor der Rasur auf gereizter Haut peelen.
3. Lange Haare vorher mit einem Trimmer kürzen.
Bei der Rasur
1. Eine scharfe, saubere Klinge verwenden. Stumpfe Klingen ziehen an den Haaren und reizen die Haut. Klingen oder Rasierer regelmäßig wechseln.
2. Rasiergel oder -schaum verwenden, nicht trocken und nicht nur mit Seife rasieren.
3. In Wuchsrichtung rasieren. Gegen den Strich wird es glatter, aber die Haare werden unter der Hautoberfläche abgeschnitten und wachsen leichter ein.
4. Wenig Druck, kurze Züge, nicht mehrmals über dieselbe Stelle.
5. Klinge zwischendurch ausspülen.
6. Haut nicht straff ziehen, vor allem im Intimbereich: Das kürzt die Haare zu tief.
Rasierer mit vielen Klingen rasieren sehr nah und sind für empfindliche Haut nicht immer besser. Ein Elektrorasierer oder Trimmer rasiert weniger nah und reizt oft weniger.
Nach der Rasur
1. Kalt abspülen und sanft trocken tupfen, nicht rubbeln.
2. Eine beruhigende, parfümfreie Pflege auftragen, etwa mit Aloe vera, Panthenol oder Allantoin. Alkoholhaltige Aftershaves brennen und trocknen aus.
3. Lockere Kleidung tragen, besonders nach der Rasur im Intimbereich; enge Unterwäsche reibt.
4. Rasierer trocken lagern und nicht teilen.
Wenn es schon passiert ist
1. Nicht kratzen und Pickel nicht ausdrücken: Das kann zu Entzündungen und dunklen Flecken führen.
2. Ein paar Tage Rasierpause einlegen.
3. Warme Kompressen lindern und helfen eingewachsenen Haaren, an die Oberfläche zu kommen.
4. Ein eingewachsenes Haar, das sichtbar unter der Haut liegt, kann man mit einer desinfizierten Pinzette vorsichtig anheben, nicht ausreißen.
5. Produkte mit Salicylsäure oder Glykolsäure können eingewachsenen Haaren vorbeugen; im Intimbereich vorsichtig sein.
Alternativen
Wer immer wieder Probleme hat, kann Trimmen statt Rasieren, Enthaarungscremes (vorher an kleiner Stelle testen), Waxing oder eine dauerhafte Haarentfernung per Laser oder IPL beim Dermatologen in Betracht ziehen.
Zum Arzt
Bei stark entzündeten, schmerzhaften oder eitrigen Knoten, Fieber oder wenn die Pickel nicht abheilen, zum Hausarzt oder Hautarzt. Bei sehr lockigem Haar kann eine chronische Entzündung entstehen (Pseudofollikulitis), die ärztlich behandelt werden kann.