Christstollen selbst backen: Teig, Früchte, Butterkruste und richtig lagern
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Der Stollen gehört in Deutschland zur Advents- und Weihnachtszeit wie kaum ein anderes Gebäck. Am bekanntesten ist der Dresdner Christstollen, dessen Name als geschützte geografische Angabe nur von Bäckern aus der Region Dresden verwendet werden darf. Zu Hause gebacken, braucht ein Stollen vor allem Zeit: zum Gehen und zum Durchziehen.
Die Zutaten
Für einen großen Stollen:
500 g Weizenmehl Type 550;
1 Würfel frische Hefe (42 g);
150 ml lauwarme Milch;
75 g Zucker;
1 Prise Salz, abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, ein wenig Vanille und Kardamom;
250 g weiche Butter;
300 g Rosinen, am Vortag in 4 Esslöffeln Rum eingeweicht;
100 g Zitronat und Orangeat;
100 g gehackte Mandeln.
Zum Bestreichen: 100 g Butter und reichlich Puderzucker.
Der Teig
1. Hefe in der Milch mit einem Teelöffel Zucker auflösen und mit etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren. 20 Minuten gehen lassen.
2. Restliches Mehl, Zucker, Salz, Gewürze und die weiche Butter dazugeben und zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.
3. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.
4. Rosinen, Zitronat, Orangeat und Mandeln nur kurz unterkneten, damit die Früchte nicht zerdrückt werden und der Teig nicht grau wird.
5. Noch einmal 30 Minuten ruhen lassen.
Formen und backen
Den Teig zu einem Oval ausrollen, längs eine Mulde eindrücken und eine Seite über die andere klappen, sodass die typische Stollenform mit dem Wulst entsteht.
Herausstehende Rosinen in den Teig drücken, denn sie verbrennen sonst.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 50 bis 60 Minuten backen. Wird er zu dunkel, mit Backpapier abdecken.
Mit einem Holzstäbchen prüfen: Es sollte kein feuchter Teig mehr daran kleben.
Die Butterkruste
Den Stollen noch heiß mehrmals mit der geschmolzenen Butter bestreichen, bis sie aufgesogen ist.
Dann dick mit Zucker oder Puderzucker bestreuen. Die Butter-Zucker-Schicht schützt den Stollen vor dem Austrocknen.
Nach dem Abkühlen nochmals mit Puderzucker bestäuben.
Durchziehen lassen
Ein frischer Stollen schmeckt noch nicht richtig. Gut verpackt in Frischhaltefolie und Alufolie oder in einer Blechdose, an einem kühlen Ort, zieht er zwei bis drei Wochen durch. Dann haben sich die Aromen verbunden.
Viele backen deshalb Ende November oder Anfang Dezember.
So gelagert hält ein Stollen mehrere Wochen.
Varianten
Mohnstollen, Quarkstollen, Marzipanstollen und Mandelstollen sind ebenfalls beliebt. Der Quarkstollen ist saftig und muss nicht so lange durchziehen, hält aber weniger lang.
Wer keinen Rum verwenden möchte, weicht die Rosinen in Orangensaft oder Apfelsaft ein.
Für Kinder
Der Rum verdampft beim Backen nicht vollständig. Für Kinder lieber die alkoholfreie Variante backen.
Das Dresdner Stollenfest
In Dresden wird jedes Jahr im Advent beim Stollenfest ein Riesenstollen durch die Altstadt gefahren und anschließend angeschnitten und verkauft. Ein schöner Anlass, um den Striezelmarkt zu besuchen.