Apfelstrudel wie in Wien: Teig hauchdünn ausziehen, füllen und goldbraun backen
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Der Apfelstrudel ist ein Klassiker der österreichischen und süddeutschen Mehlspeisenküche. Ein guter Strudelteig wird so dünn ausgezogen, dass man, so heißt es, eine Zeitung durch ihn lesen kann. Das klingt schwierig, ist aber mit etwas Geduld auch zu Hause machbar. Hier ist das Rezept für einen Wiener Apfelstrudel.
Der Strudelteig
250 g glattes Weizenmehl (Type 405 oder 480);
125 ml lauwarmes Wasser;
3 Esslöffel Öl;
1 Prise Salz;
ein paar Tropfen Essig, nach Belieben.
1. Alle Zutaten zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten, etwa 10 Minuten lang, bis er seidig glänzt und nicht mehr klebt.
2. Zu einer Kugel formen, mit Öl bestreichen und zugedeckt mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen. Je entspannter der Teig, desto leichter lässt er sich ausziehen.
Die Füllung
1 kg säuerliche Äpfel, zum Beispiel Boskop;
80 bis 100 g Zucker;
1 Teelöffel Zimt;
50 g Rosinen, nach Belieben in etwas Rum eingeweicht;
Saft einer halben Zitrone;
80 g Semmelbrösel, in 50 g Butter goldbraun geröstet;
zum Bestreichen 80 g flüssige Butter.
Die Äpfel schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit Zucker, Zimt, Zitronensaft und Rosinen mischen.
Den Teig ausziehen
1. Ein großes Tuch auf den Tisch legen und gleichmäßig bemehlen.
2. Den Teig zuerst mit dem Nudelholz ausrollen.
3. Dann mit den Handrücken unter den Teig fahren und ihn vorsichtig von der Mitte nach außen dehnen, Stück für Stück, rund um den Tisch.
4. Der Teig soll so dünn werden, dass das Muster des Tuchs durchscheint. Kleine Löcher sind kein Drama.
5. Den dicken Rand abschneiden.
Füllen und rollen
Den Teig mit einem Teil der flüssigen Butter beträufeln.
Die gerösteten Brösel auf etwa zwei Dritteln der Fläche verteilen, darauf die Apfelfüllung.
Die Seitenränder einschlagen und den Strudel mit Hilfe des Tuchs aufrollen, indem man das Tuch anhebt.
Den Strudel mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech gleiten lassen und mit Butter bestreichen.
Backen
Bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 bis 40 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Zwischendurch noch einmal mit Butter bestreichen.
Etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
Servieren
Lauwarm mit Vanillesoße, Schlagobers oder Vanilleeis.
Am besten schmeckt er am Backtag; Reste kurz im Ofen aufwärmen, damit der Teig wieder knusprig wird.
Abkürzung
Fertiger Strudelteig oder Filoteig aus dem Kühlregal funktioniert gut, wenn die Zeit knapp ist. Mehrere Blätter mit Butter bestreichen und übereinanderlegen.
Varianten
Topfenstrudel mit Quark, Eiern und Zitronenschale.
Mohnstrudel, Kirschstrudel und Birnenstrudel.
Herzhafte Strudel mit Kraut, Spinat oder Fleisch sind ebenfalls beliebt.
Tipp
Wer zum ersten Mal Strudelteig zieht, sollte zu zweit arbeiten: Gemeinsam geht das Ausziehen leichter, und es macht mehr Spaß.