Wattenmeer: Wattwandern nur mit Führer, Gezeiten, Seehunde, Halligen, Krabbenkutter und Nationalparks

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Das Wattenmeer an der Nordseeküste von den Niederlanden über Deutschland bis Dänemark ist eine der größten Gezeitenlandschaften der Welt und UNESCO-Weltnaturerbe. Zweimal am Tag fällt der Meeresboden trocken, zweimal kommt das Wasser zurück. In Deutschland schützen drei Nationalparks das Watt: Niedersächsisches Wattenmeer, Hamburgisches Wattenmeer und Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Wattwandern Bei Ebbe kann man auf dem Meeresboden laufen, Wattwürmer, Muscheln und Krebse beobachten und sogar zu Inseln oder Halligen wandern. Längere Wattwanderungen nur mit einem zertifizierten Wattführer! Das Wasser kommt schneller zurück, als man denkt, Priele füllen sich rasch, und bei Nebel verliert man ohne Ortskenntnis leicht die Orientierung. Auch kurze Ausflüge ins Watt nur bei ablaufendem Wasser, mit Blick auf die Uhr und den Gezeitenkalender. Barfuß oder mit festen Neoprenschuhen gehen; Muschelschalen können scharf sein. Gezeiten Der Abstand zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt etwa sechs Stunden. Gezeitenkalender gibt es in Touristinformationen und online. Bei Sturm kann es zu Sturmfluten kommen. Warnungen ernst nehmen. Seehunde und Kegelrobben Auf den Sandbänken ruhen Seehunde und Kegelrobben. Ausflugsschiffe fahren zu den Bänken. Genug Abstand halten, damit die Tiere nicht gestört werden. Findet man einen jungen Seehund allein am Strand, nicht anfassen und nicht in seine Nähe gehen. Die Mutter ist oft in der Nähe. Die Polizei oder eine Seehundstation verständigen. Halligen Die Halligen vor Nordfriesland sind kleine, nicht eingedeichte Inseln, auf denen die Häuser auf Warften stehen. Bei Landunter steht das Wasser bis an die Häuser. Ausflüge mit dem Schiff, manche auch zu Fuß mit Wattführer. Krabbenkutter und Fischbrötchen In Häfen wie Büsum, Husum oder Greetsiel bringen Kutter Nordseekrabben an Land. Ein Krabbenbrötchen am Hafen gehört zum Besuch dazu. Vögel Das Wattenmeer ist eine wichtige Drehscheibe für Zugvögel. Im Frühjahr und Herbst rasten hier riesige Schwärme von Knutts, Alpenstrandläufern und Gänsen. Ruhezonen im Nationalpark nicht betreten und Hunde an der Leine führen. Unterwegs Viele Inseln wie Spiekeroog, Juist oder Amrum sind autofrei oder fast autofrei. Fähren fahren je nach Tide, Fahrplan vorher prüfen. Beste Reisezeit Von Frühling bis Herbst für Wattwanderungen und Schiffsausflüge, im Frühjahr und Herbst für Vogelbeobachtung. Im Winter ist es stürmisch und ruhig zugleich – mit warmer, winddichter Kleidung ein besonderes Erlebnis.

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